Alexander S. Neu, MdB: Broschüre “Das Militär – Tödlich auch für Tiere und Artenvielfalt”

Kriege, Militär und Aufrüstung betreffen mit all ihren Auswirkungen nicht nur Menschen, sondern auch Flora und Fauna. Dass das Militär einer der größten Klimakiller überhaupt ist und maßgeblich zu Umweltkatastrophen und der Zerstörung ganzer Ökosysteme beiträgt, ist mittlerweile anerkannte traurige Realität. Viel zu selten wird dabei jedoch darauf eingegangen, wie sich Kriege und Militär auf die Tierwelt auswirken, wie Tiere zu militärischen Zwecken eingesetzt und ausgenutzt wurden und noch heute werden und wieso die Zerstörung tierischer Lebensräume auch von existentieller Bedeutung für die Zukunft der Menschen ist.

Wo immer es Kriege und Kriegsgerät gab, begleiteten Tiere den Menschen. Egal ob als Transport- und Lasttiere auf dem Schlachtfeld, als tierische Probanden und Opfer von Waffen- und Kampfstofftests oder gar als tierische Waffen. Darüber hinaus leiden auch eigentlich unbeteiligte Tiere unter Kampfhandlungen, durch die auch sie verängstigt, verwundet oder gar getötet werden. Studien, welche die Entwicklung der Tierpopulationen in den afrikanischen Nationalparks der letzten 60 Jahre untersuchten, kamen zu dem Ergebnis, dass Kriege einen stärkeren negativen Einfluss auf die Tierbestände hatten als beispielweise Dürren oder Bergbau. Haus- und Zootiere werden bei der Flucht der Menschen aus Kriegsgebieten häufig zurück und damit ihrem Schicksal überlassen. Kriege und ihre Hinterlassenschaften zerstören Lebensräume sowie Nahrungs- und Wasserquellen und vernichten damit letztlich auch die Biodiversität.

Diese Broschüre stellt eine Fortsetzung der 2020 erschienenen Broschüre »Das Militär: Tödlich auch für Umwelt und Klima« dar und zeigt auf, welch destruktive Kräfte das Militär auch auf die Tierwelt ausübt und wie dies von den Verantwortlichen oft verschleiert, falsch dargestellt und abgestritten wird.

Abrüstung ist auch beim Schutz der Tierwelt ein zentraler Faktor. Denn nur so können wir die Klimakatastrophe noch aufhalten, das Leid zahlreicher Tiere stoppen und ökologische Nachhaltigkeit
sicherstellen.

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