Beschäftigte zahlen Löwenanteil an den Covid-19-Kosten

Die Rückerstattung der Sozialbeiträge an die Unternehmen ist deutlich
teurer als die notwendige Erhöhung Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent
des vorherigen Nettolohnes. Das zeigt, wer den Löwenanteil der Kosten
von Covid-19 bezahlt – die Beschäftigen. An einer fairen Lasten- und
Unterstützungsverteilung hat besonders die Union kein Interesse.

Neben
Staatsgarantien bekommen die Arbeitgeber seit März nicht nur 50 sondern
100 Prozent der SV-Beiträge aus der Arbeitslosenversicherung
rückerstattet. Die Beschäftigten erhalten nur eine schrittweise
Aufstockung des Kurzarbeitergeldes – und auch erst nach Monaten. Das ist
nicht hinnehmbar. Was für die Unternehmen gilt, muss auch für die
Beschäftigten gelten. Die sofortige Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf
90 Prozent, wie es DIE LINKE fordert, wäre nur gerecht. Schließlich
gehören die Reserven der Arbeitslosenversicherung auch den Beschäftigten
und für viele ist die derzeitige Höhe des Kurzarbeitergeld
existenzbedrohend.

Sollte der Arbeitslosenversicherung das Geld
ausgehen, muss der Bund diese bezuschussen. Dieser Zuschuss ist aber an
Bedingungen zu knüpfen. Es kann nicht sein, dass Konzerne sich unter
staatliche Rettungsschirme flüchten und Milliarden an ihre Aktionäre
ausschütten, während sie ihren Beschäftigten gleichzeitig Kurzarbeit
zumuten. Darüber hinaus braucht es eine Beschäftigungsgarantie im
Anschluss an die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes für mindestens ein
Jahr.

Die Rückerstattung der Sozialbeiträge an die Unternehmen ist deutlich teurer als die notwendige Erhöhung Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des vorherigen Nettolohnes. Das zeigt, wer den Löwenanteil der Kosten von Covid-19 bezahlt – die Beschäftigen. An einer fairen Lasten- und Unterstützungsverteilung hat besonders die Union kein Interesse. Neben Staatsgarantien bekommen die Arbeitgeber seit März nicht nurRead More