Brigitte Freihold, MdB: Staatsanwaltschaft sieht keinen Zusammenhang zur NS-Ideologie

Vor einer Woche stritt sich der NWZ-Mann lauthals mit seiner Mutter. Die Nachbarn hörten Schreie und eilten zur Wohnung herbei. Der Neonazi ließ diese nicht herein, das spätere Opfer brach die Tür auf. Der Rechtsextremist gestand, den Vater zweier Kinder erstochen zu haben, und behauptete, aus Notwehr gehandelt zu haben und nicht mehr der rechten Szene anzugehören. Letzteres wurde bereits widerlegt.

Freihold weiter: „Gewalt gehört zum Kern der menschenverachtenden Ideologie von Neonazis. Erst sah die Staatsanwaltschaft keine Verbindungen des Täters mehr in die rechtsextreme Szene und nachdem dies offenkundig wurde, wird nun der ideologische Hintergrund des mutmaßlichen Täters ignoriert. Es sind Oberflächlichkeit bei den Ermittlungen und Verharmlosung des rechtsextremistischen Potenzials, die immer wieder zu dem Vorwurf führen, die Justiz sei auf dem rechten Auge blind. Die Staatsanwaltschaft täte gut daran, einen rechtsextremistischen Hintergrund bei der Tat nicht von vorneherein auszuschließen.“

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