Sabine Zimmermann, MdB: Starker Corona-Effekt auf die Beschäftigung – Viele Beschäftigte werden nicht von Kurzarbeit geschützt

Insgesamt ergibt sich auf die Beschäftigung ein Corona-Effekt von minus 1.003.000 Beschäftigten mit Stand Dezember 2020. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung steht ein Minus von 477.000 Beschäftigten. Die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige waren das „Gastgewerbe“ mit – 138.000 und das „Verarbeitende Gewerbe“ mit – 128.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Für die geringfügige Beschäftigung

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Sabine Zimmermann, MdB: Tag der Arbeit 2021: Gute Arbeit muss im Mittelpunkt stehen – Corona-Krise darf nicht davon ablenken – Niedrige Entgelte in besonders stark vom Corona-Lockdown betroffenen Bereichen

Noch immer arbeitet fast jede/r fünfte (18,8 Prozent) sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Deutschland unter der bundeseinheitlichen Schwelle des unteren Entgeltbereichs von 2.267 Euro. Insgesamt waren dies Ende 2019  4.056.473, im Westen lag der Anteil bei 16,3 Prozent, im Osten sogar bei 30,4 Prozent. In absoluten Zahlen waren es Ende 2019 sogar

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Sabine Zimmermann, MdB: Über 4.000 Hinweise auf Kurzarbeitergeldbetrug seit Beginn der Corona-Krise

Der Bundesagentur für Arbeit lagen bis Ende Januar gut 4.250 Hinweise auf Betrug beim Kurzarbeitergeld vor (Hinweise, keine bestätigen Verstöße). In den meisten Fällen laute der Vorwurf, dass Manipulationen bei der Arbeitszeit erfolgt seien, also z. B. Kurzarbeit angemeldet sei, die Betroffenen dennoch unverändert bzw. sogar mehr als zuvor arbeiteten.

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Sabine Zimmermann, MdB: Anteil älterer Menschen in Deutschland höchst unterschiedlich – in der Stadt Suhl ist rund jede/r dritte über 65, in Frankfurt am Main nur jede/r sechste

Über jede/r fünfte in Deutschland (21,8 Prozent) war Ende 2019  65 Jahre und älter, im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) 21,1 Prozent, in den neuen Ländern (ohne Berlin) 26 Prozent. Die Stadt Suhl hatte mit 32,7 Prozent den höchsten Anteil über 65-Jähriger, die Stadt Dessau-Roßlau auf dem Folgeplatz 31,9 Prozent. Die

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Sabine Zimmermann, MdB: Starker Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit – rund ein Drittel mehr im Vorjahresvergleich Rückfall auf den Stand von 2016

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im Dezember 2020 bei 928.893, 231.572 mehr als im Vorjahr, ein Anstieg um 33,2 Prozent und damit deutlich stärker als die Zunahme der Arbeitslosigkeit allgemein mit 21,6 Prozent. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen lag im Dezember 2020 bei 34,3 Prozent. Im Mai 2020

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Sabine Zimmermann, MdB: Armutsgefährdung von Alleinlebenden nimmt zu – insbesondere bei Älteren

Mehr Alleinlebende in Deutschland als im Durchschnitt der EU Die Armutsgefährdung von Alleinlebenden (Einpersonenhaushalt) hat sich in Deutschland deutlich erhöht. Waren im Jahr 2006 21,7 Prozent aller Alleinlebenden armutsgefährdet, sind es 2019 26,5 Prozent gewesen. Besonders deutlich ist die Armutsgefährdungsquote von Alleinlebenden im Alter ab 65 Jahren gestiegen, nämlich von

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Sabine Zimmermann, MdB: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember: Fast jeder fünfte Mensch mit Beeinträchtigungen ist in Deutschland armutsgefährdet – Arbeitslosenquote von Menschen mit schweren Behinderungen deutlich höher als allgemein

Im Jahr 2017 gab es rund 12,8 Mio. Menschen mit Beeinträchtigungen[1]. Von diesen hatten 18 Prozent bzw. rund 2,3 Mio. ein Einkommen unterhalb der Armutsrisikoschwelle. Damit ist die Armutsgefährdung von Menschen mit Beeinträchtigungen höher als die von Menschen ohne Beeinträchtigungen, bei denen die Armutsgefährdungsquote bei 15 Prozent lag. Im Vergleich

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Sabine Zimmermann, MdB: Über die Hälfte aller ostdeutschen Arbeitslosen im Hartz-IV-System ist 4 Jahre und länger im Leistungsbezug – Landkreise Görlitz und Oberspreewald-Lausitz bundesweit mit den höchsten Anteilen

Ende 2019 bezogen deutschlandweit 655.979 Arbeitslose seit 4 Jahren und länger Hartz IV-Leistungen, 47,8% aller arbeitslosen Hartz IV-Beziehenden. In Ostdeutschland waren es 54,1%, in Westdeutschland 45,6%, Nach Bundesländern war der Anteil der arbeitslosen Hartz IV-Beziehenden „4 Jahre und länger“ in Brandenburg mit 57% am höchsten, in Bayern mit 37,3% am

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Sabine Zimmermann, MdB: Daten der Bundesagentur belegen Drehtüreffekt von Leiharbeit und Niedriglohn

Die mittlere Beschäftigungsdauer ist je nach Wirtschaftszweig und Beruf sehr unterschiedlich. Maßgeblich ist jeweils der Median (nicht der Durchschnitt) des Zeitraums, in dem Menschen durchgängig in Arbeit waren – auch bei verschiedenen Arbeitgebern. Als unschädlich gelten Unterbrechungen von bis zu zwei Monaten. 115,4 Monate (9 Jahre 7 Monate), beträgt branchen-

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Sabine Zimmermann, MdB: Rund 10 Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit Bruttostundenverdienst von unter 12 Euro

In über jedem vierten (26,27 Prozent) Beschäftigungsverhältnis wurde im April 2018 mit unter 12 Euro die Stunde vergütet. Bundesweit betraf dies 9.992.000 Beschäftigungsverhältnisse von 38.029.000 insgesamt. In Ostdeutschland lag der Anteil der Beschäftigungsverhältnisse mit unter 12 Euro in der Stunde bei 36,67 Prozent. In Westdeutschland (einschließlich Berlin) betraf dies 24,71

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Sabine Zimmermann, MdB: Viele Anträge auf Erwerbsminderungsrenten werden abgelehnt

42,4 Prozent der Anträge auf Erwerbsminderungsrente wurden im Jahr 2019 abgelehnt (142.635 abgelehnte Anträge von 336.424 erledigten Neuanträgen). Im Jahr 2018 lag die Ablehnungsquote bei 42,7 Prozent, seit dem Jahr 2001 durchgehend bei wenigstens 42 Prozent. Die durchschnittliche Erledigungslaufzeit von Rentenanträgen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ist seit dem Jahr 2010 kontinuierlich

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Sabine Zimmermann, MdB: Sonderarbeitsmarkt Ost nicht akzeptabel – Ost-Westangleichung muss endlich kommen

Ende 2018 (aktuellste verfügbare Angaben) gab es in Sachsen  359.698 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte, die ein Entgelt unter der bundeseinheitlichen Schwelle des unteren Entgeltbereiches von 2.203 Euro erhielten und somit im Niedriglohnbereich arbeiteten, über jede/r dritte (35,1 Prozent). In Sachsen lag das Medianentgelt für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte bei 2.587 Euro brutto und damit

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Internationaler Kindertag am 1. Juni 2020: Kinderarmut endlich wirksam bekämpfen – Jedes siebte Kind von Armut bedroht – Jede/r dritte/r Alleinerziehende/r

Die Armutsgefährdungsquote von Kindern unter 18 ist von 12,4 Prozent im Jahr 2006 auf 14,5 Prozent im Jahr 2018 gestiegen, somit ist rund jedes siebte Kind von Armut bedroht. Im Jahr 2006 waren 1.885.000 Personen unter 18 Jahre armutsgefährdet, 2018 1.974.000. Besonders stark armutsgefährdet sind Alleinerziehende (Alleinstehende Person mit abhängigen

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Friseur/Innen, Kosmetiker/Innen und Verkäufer/Innen mit besonders niedrigen Löhnen

Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Berufen der Körperpflege, zu denen das Friseurgewerbe und der Kosmetikbereich zählen, haben mit 1.637 Euro brutto (Stand Ende 2018) das niedrigste mittlere Bruttomonatsentgelt aller Berufe gehabt. Der Anteil im unteren Entgeltbereich (unterhalb der bundeseinheitlichen Schwelle von 2.203 Euro) lag hier bei 87,5 Prozent, allgemein bei 19,3 Prozent.

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