DIE LINKE.Bayern: Keine Bankrott-Erklärung an die Kultur

DIE LINKE im Bezirkstag von Mittelfranken will genau wissen, wo der Schuh bei den Kulturschaffenden in Mittelfranken drückt.

Wie kaum eine andere Branche ist die Kultur von der Coronapandemie gebeutelt. Weder Theater noch Bars, Clubs und Musikspielorte oder Museen sind derzeit geöffnet und viele Kulturschaffende bangen um ihre Existenz. Uwe Schildbach, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bezirkstag von Mittelfranken dazu: „ In der Kulturbranche sind viele als Soloselbstständige unterwegs und mittlerweile in den Hartz-IV-Bezug abgerutscht. Die Lage ist für die meisten Branchenangehörigen prekär und sowohl größere Unternehmen, so wie z.B. Theater und Clubs, als auch die Menschen, die als Soloselbstständige in der Branche ihre vielfältigen Dienstleistungen anbieten, wissen nicht, wie es weitergehen soll. Es ist derzeit nicht klar, wem schon Hilfe zuteilwurde und wer noch nichts aus den staatlichen Töpfen erhalten hat. Von staatlicher Seite wird die Kulturbranche viel zu wenig bedacht. Mir kam zu Ohren, dass teilweise noch nicht einmal die sogenannten Novemberhilfen vollständig ausbezahlt wurden. Dies nehmen wir als LINKE zum Anlass, auf Bezirksebene eine Anfrage zur derzeitigen Situation zu erwirken. Mit den Informationen daraus können passgenaue Hilfestellungen für diejenigen in die Wege geleitet werden, die besonders dringend auf Unterstützung angewiesen sind oder deren Existenz besonders akut auf dem Spiel steht.“

Die LINKE fordert in dem Antrag zudem eine Fachtagung zum Thema „Kultur nach der Krise“, die die Bestandsaufnahme aufgreift und auf der von Betroffenen und Expert:innen Strategie für ein erneutes Aufblühen der mittelfränkischen Kulturlandschaft erarbeitet werden. Denn eines ist klar: So sehr der pandemiebedingte Kulturverzicht derzeit schmerzt, so dringend brauchen die Menschen die kulturellen Angebote, um die Krise aufzuarbeiten und genau darum kann sich unsere Gesellschaft eine Pleite der Kulturbranche nicht leisten.

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