DIE LINKE.Bayern: Shitstorm nach kommunalem #Metoo

DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit den beiden Kreisrätinnen Veronika Lackerbauer(DIE LINKE) und Marlene Schönberger (B 90/Die Grünen), die nach ihrer Frauentags-Kampagne zum Sexismus in den Kommunalparlamenten derzeit einen wahren Shitstorm erleben.

Unter dem Motto #Mirreichts hatten die beiden Kreisrätinnen einen Aufruf gestartet und am Frauentag Fotos mit dem Aufruf sowie den Erfahrungen verschiedener Kommunalpolitiker:innen mit Sexismus in den Gremien gepostet. Parteiübergreifend fand die Aktion viel Zuspruch und es beteiligten sich viele Frauen und Männer daran. Gerade gegenüber Marlene Schönberger wurde im Anschluss jedoch viel Kritik verlautbar, insbesondere im Adlkofener Gemeinderat, aber auch in den Kommentarspalten der Medien die darüber berichteten. Offenbar fühlten sich sowohl die Kommentator:innen als auch die Gemeinderatsmitglieder in Adlkofen empfindlich auf die Zehen getreten, nach der Aktion. Gerade dies zeigt jedoch, dass Sexismus durchaus ein Thema ist, wenn Frauen, die davon betroffen sind, das Wort erheben und sogleich mit unsachlicher bis sexistischer Kritik überhäuft werden.

Die Landessprecherin der LINKEN, Kathrin Flach Gomez, die ebenso Kommunalpolitikerin im Nürnberger Stadtrat ist, zeigt sich solidarisch: „Sexismus in der Kommunalpolitik ist kein Phänomen, das Mann einfach so wegwischen kann, denn es ist strukturell. Ich habe in Nürnberg selbst erlebt, dass es im Sitzungsaal lauter wird, sobald eine Kollegin aus der LINKEN, von den Grünen oder ich mich zu Wort melde. Auch sexistische und abschätzige Bemerkungen, wie `Aha, so schnell sitzt man also in der ersten Reihe‘, als ich im Ferienausschuss die Vertretung für einen männlichen Kollegen übernommen habe, musste ich mir schon anhören. Männern passiert das nicht und die entgegengebrachte Geringschätzung gegenüber den Frauen muss thematisiert werden, damit sich endlich etwas ändert. Aus diesem Grund gilt meine vollste Solidarität Marlene und Veronika, die den Mut hatten, mit ihrer Aktion auf die Missstände hinzuweisen. Alle Kritiker:innen sollten in sich gehen und ihre eigenen Denkmuster hinterfragen, anstatt diese tolle Aktion niederzumachen.

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