DIE LINKE.Bayern: Söder erlaubt weiterhin Corona-Partys im Betrieb

Am Montag hat Ministerpräsident Markus Söder die Beschlüsse des bayerischen Kabinetts zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen vorgestellt. Ab Mittwoch gilt in Bayern der Katastrophenfall.

Ates Gürpinar, Landessprecher: „Söder kündigt mit großen Getöse bayerische Sondermaßnahmen an. Viel ändert sich dadurch nicht. Lediglich im Privaten werden spürbare weitere Einschränkungen vorgenommen. Die Wirtschaft wird zur Bekämpfung der Pandemie nicht weiter in die Pflicht genommen. Söders Grundsatz ‚Jede Infektion, jeder Tote ist zu viel‘ wird damit als Mär entlarvt. Wie die häufigen Corona-Ausbrüche in Großbetrieben wie bei Amazon oder Tönnies zeigen, werden für die Profite der Unternehmen Infektionen und Tote in Kauf genommen.

Wir fordern dagegen, mit Unterstützung der Beschäftigten ins Arbeitsleben einzugreifen. Wo es Abläufe erlauben, müssen Unternehmen verpflichtet werden, auf Wunsch der Beschäftigten Home-Office zu ermöglichen. Ansonsten sind wirksame Hygienekonzepte aufzustellen und einzuhalten. Wir brauchen gesellschaftliche und demokratische Entscheidungen, welche Arbeiten unbedingt gemacht werden müssen und soziale Absicherung für alle, die gerade nicht arbeiten können.“

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