DIE LINKE.Bonn: Auch in Bonn gilt: Sauberkeit hat ihren Preis

Die LINKE. Bonn solidarisiert sich mit den legitimen Forderungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft IG BAU. Dazu erklärt Amelie Gabriel, Kreissprecherin: „19,7 Milliarden Euro Umsatz machte die Reinigungsbranche im vergangenen Jahr. Das ist eine Steigerung von 32 Prozent in fünf Jahren. Gleichzeitig wurden die Arbeitszeiten für die Beschäftigten immer weiter ausgeweitet. Ihr Arbeitsalltag ist zudem von zunehmender Arbeitsverdichtung und Befristung geprägt. Lohnerhöhungen sind jetzt das Mindeste, um die Beschäftigten am Umsatzplus der zurückliegenden Jahre zu beteiligen.“

Kreissprecher Ilja Bergen ergänzt: „Alle Welt redet davon, dass in der Corona-Pandemie Hygiene und Sauberkeit das Wichtigste sind. Krankenhäuser, Schulen und Büros reinigen sich aber nicht von allein. Es  ist jetzt an der Zeit, diejenigen angemessen zu entlohnen, die tagtäglich für Hygiene und Sauberkeit sorgen. Auch hier gilt: Applaus allein reicht nicht. Verbesserungen bei Lohn und Weihnachtsgeld in der Reinigungsbranche sind eine Frage des Respekts und der Wertschätzung!“

Das heißt, mindestens ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche und 6,5 Prozent mehr für die Lohngruppen 2 bis 9. Die Vergütungen für Auszubildende sollen um 100 Euro pro Monat über alle Ausbildungsjahre erhöht werden. Zudem soll der Einstieg in ein Weihnachtsgeld für die Branche in Höhe von 80 Stundenlöhnen erfolgen.

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