DIE LINKE.Dortmund: Große Freude über Planungsstopp für OWIIIa

Große Freude, ja regelrecht Begeisterung, herrscht seit dem späten Mittwochabend bei der Fraktion DIE LINKE+. Denn die Planungen für die umstrittene Umgehungsstraße OWIIIa werden erst einmal auf Eis gelegt. Bis 2025 wird erst einmal nichts mehr passieren. So hat es die Mehrheit von CDU, Grünen und LINKE+ im Klima- und Umweltausschuss am Mittwoch beschlossen. Und ein besonderes Bonbon gab es noch obendrauf: Die beiden Personen, die bereits für diese OWIIIa-Planungen eingestellt worden waren, dürfen sich nun um den wesentlich wichtigeren Radverkehr in Dortmund kümmern.

„Damit kehrt hoffentlich erst einmal Ruhe ein in die seit Jahren andauernde und sehr aufgeregte Diskussion um diese völlig unnötige Landesstraße“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE+.

„Wir freuen uns über diesen Erfolg und registrieren sehr wohl, dass die CDU ihr Wahlkampf-Versprechen eingelöst hat“, sagt Kowalewski. Aber wesentlich wichtiger als der politische Erfolg sei der Erfolg für die Menschen und die Natur vor Ort zu bewerten. Immerhin hätte der Lkw-Verkehr auf der neuen Trasse eine große Lärm- und Umweltbelastung für die betroffenen Anwohner*innen bedeutet. Und es wären ökologisch wertvolle Naturschutzgebiete betroffen gewesen, etwa das Wickeder Ostholz.

Die OWIIIa sollte eigentlich als Verlängerung der Brackeler Straße (Metro, Amazon) Richtung Osten weitergeführt werden durch Asseln und das Wickeder Ostholz nach Unna-Massen und Kamen zur Autobahn. „Also eine Art kostenfreie Mautstrecke für die Lkw, die von der Westfalenhütte kommen“, kommentiert Utz Kowalewski. Das Interessante: Die genaue Streckenführung, über die seit gut 100 Jahren (!) diskutiert wird, steht noch gar nicht fest. Das räumte die Stadtverwaltung am 4. Februar auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE+ im Finanzausschuss ein. Aus diesem Grunde könne man auch keine Aussage zu den Eigentumsverhältnissen von möglicherweise betroffenen Grundstücke machen, so der Oberbürgermeister. „Es ist aber schon bemerkenswert, dass ein Großteil der Grundstücke, über die die OWIIIa gebaut werden sollte, sich in Privateigentum befinden“, sagte Utz Kowalewski.

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