DIE LINKE.Dortmund: LINKE+ kämpft erfolgreich für Schuleingangsuntersuchungen

Freude bei der Fraktion DIE LINKE+. Künftig wird es wieder Schuleingangsuntersuchungen für ausnahmslos alle Schulanfänger geben. Das beschloss der Gesundheitsausschuss in dieser Woche auf Antrag der Fraktion DIE LINKE+.

„Ich bin sehr froh, auch wenn das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte“, sagt Petra Dresler-Döhmann, sachkundige Bürgerin für DIE LINKE+ im Schulausschuss. 

Das Problem: Wegen Corona sind die Ärzte des Gesundheitsamtes seit Monaten mit anderen Aufgaben betreut. So konnten bislang nur rund 15 Prozent der rund 5600 künftigen Schulanfänger untersucht werden.

Bei diesen Untersuchungen geht es um Fähigkeiten wie Feinmotorik, Zahlenverständnis, Sprachfähigkeiten oder möglichen Förderbedarf. „Es ist mit irreparablen Schäden bei noch nicht schulfähigen Kindern zu rechnen, die trotz fehlender Voraussetzungen eingeschult werden“, weiß Petra Dresler-Döhmann, selbst Pädagogin.

Doch das Wohl einiger Kinder ist auch durch Corona gefährdet. „Wegen der schwierigen Situation während der Pandemie ist es durchaus zu physischer oder körperlicher Gewalt gegenüber Kindern gekommen. Dem muss natürlich nachgegangen werden“, sagt Petra Dresler Döhmann. Manche dieser Übergriffe würden jedoch ohne eine Schuleingangsuntersuchung unentdeckt bleiben.

Die Mehrheit im Schulausschuss konnte sich den Argumenten von Petra Dresler-Döhmann durchaus anschließen, fühlte sich jedoch nicht zuständig. „Da das Gesundheitsamt das notwendige Personal stellen muss, wurde das Thema vom Schulausschuss an den Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit verwiesen“, berichtet Petra Dresler-Döhmann.  

Im Gesundheitsausschuss wurde dann in dieser Woche beschlossen, die Schuleingangsuntersuchungen wieder zu 100 Prozent durchzuführen und dafür auch die notwendigen Ärzte, das Geld und die Räume zur Verfügung zu stellen. Holger Keßling, der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, versicherte den Anwesenden, dass man an diesem Ziel auch bereits arbeite.

„Wir wissen zwar noch nicht, wann die Zahl der Untersuchungen wieder aufgestockt wird und ob das noch bis zum neuen Schuljahr im August klappt. Aber wir sind sehr zufrieden, dass die Schuleingangsuntersuchungen zumindest mittelfristig wieder zu 100 Prozent garantiert werden. Und uns ist wichtig, dass bis dahin vorrangig die Kinder, die in keinem Kindergarten oder in keiner Kita angemeldet sind, untersucht werden“ sagt Petra Dresler-Döhmann.

 

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