DIE LINKE.Dortmund: Weg mit den hässlichen Hochspannungsleitungen in den Naturschutzgebieten

Hochspannungsfreileitungen sind nicht unbedingt schön. Ganz besonders nicht, wenn sie mitten in Naturschutzgebieten stehen. Die Fraktion DIE LINKE+ im Rat der Stadt Dortmund will deshalb prüfen lassen, ob eine Umstellung möglich ist: „Wir möchten, dass die Hochspannungsfreileitungen in den Dortmunder Naturschutzgebieten nach und nach durch Erdkabel ersetzt werden. Das gilt nicht nur für den künftigen Netzausbau. Die Umstellung auf die deutlich umweltfreundlichere Methode soll auch bei notwendigen Reparaturen geprüft werden“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE+. Seine Fraktion stellt deshalb nachstehenden Antrag für die nächste Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) am 3. Februar:

Antrag der Fraktion DIE LINKE+ für den AKUSW am 3. Februar 2021:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

die Fraktion DIE LINKE+ bittet um Beratung und Beschlussfassung zu folgendem Antrag:

Beschluss:

Der AKUSW bittet die Verwaltung zusammen mit den Betreibern eine Umstellung der Hochspannungsfreileitungen auf Erdverkabelung in den Bereichen NSG Hallerey, NSG Ölbachtal und NSG Pleckenbrink/Wickeder Ostholz zu prüfen und dem Ausschuss über das Ergebnis der Prüfung zu unterrichten. Für den weiteren Netzausbau soll auf Dortmunder Stadtgebiet grundsätzlich die Erdverkabelung geprüft werden.

Begründung:

Im Dezember 2015 ist das „Gesetz zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus“ in Kraft getreten. Das Gesetz regelt im Kern: Für Stromautobahnen wurde der Vorrang der Erdverkabelung in der Bundesfachplanung eingeführt. Bei Drehstromleitungen (Wechselstrom) wurden die Anzahl der Pilotstrecken für Erdkabel und die Kriterien für eine Erdverkabelung erweitert. Erdverkabelungen sind inzwischen technisch ausgereift und stellen eine gute Alternative dar.

Die Vorteile der Erdverkabelung gegenüber den im urbanen Bereich als veraltet zu bewertenden Freileitungen liegen auf der Hand. Zum einen ist da die unansehnliche Sichtbarkeit der Leitungen. Zum anderen sind Erdkabel gegenüber atmosphärischen Störungen besser geschützt – eine Umstellung auf Erdverkabelung ist damit ein Beitrag zur Klimaresilienz. Beeinträchtigungen durch elektrische oder magnetische Felder lassen sich grundsätzlich durch eine Vergrößerung von Wirkabstanden durch den Einsatz von Erdverkabelung minimieren. 

Der wegen der Energiewende auch weiterhin notwendige Netzausbau sollte der besseren Umweltverträglichkeit und Akzeptanz in der Bevölkerung möglichst in Erdverkabelung stattfinden. Da die Lebensdauer bestehender Freileitungen begrenzt ist, sollte vor einer Erneuung der Freileitungen auch immer die Umstellung auf eine moderne Erdverkabelung erwogen werden. Die im Beschluss genannten Freileitungen in den NSG Bereichen sind hier ein konkreter Anlass in Gespräche mit den Netzbetreibern einzusteigen.

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