DIE LINKE.Essen: Der neue Mietspiegel der Stadt Essen zeigt vor allem eines: Essen wird für Menschen mit wenig Geld langsam unbezahlbar.


Daniel Kerekeš, OB-Kandidat DIE LINKE. : „Es wird ja gerne von interessierter Stelle behauptet, dass der viele Neubau im Essener Süden allen zugute komme. Der neue Mietspiegel zeigt aber: Das ist falsch. Während es am teuren Ende des Essener Mietmarktes tatsächlich vorsichtige Zeichen für eine Entspannung gibt, steigen die Mieten gerade in einfachen Lagen und für kleine und bisher bezahlbare Wohnungen ungebremst.“
Während im Durchschnitt Wohnungen in Essen in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozent teurer wurden, sind die Mietsteigerungen im unteren Marktsegment deutlich höher.
Dazu Theresa Brücker, Spitzenkandidatin DIE LINKE. : „Zur Kritik am Mietspiegel, dass er ein Mietpreiserhöhungsinstrument ist, weil er nur Mietverhältnisse erfasst, die entweder neu geschlossen wurden oder bei denen die Miete erhöht wurde, kommt nun noch die Kritik, dass er an der sozialen Spaltung nicht nur nichts ändert, sondern sie sogar noch verstärkt.“
Dass die Stadt nun die KdU-Sätze zum Teil durchaus erheblich angepasst hat, ist einerseits erfreulich, zeigt andererseits aber doch nur, was in dieser Stadt längst Realität ist: Mit den Mitteln des Marktes können wachsende Teile der Bevölkerung nicht angemessen mit Wohnraum versorgt werden.
Kerekeš: „DIE LINKE. tritt an, um den Wohnungsbestand zu schützen und die Entwicklung dieser Bestände gemäß der Wohnbedürfnisse der Mieter*innen zu betreiben und nicht gemäß der Renditeverlangen der Vermieter. Modernisierungen sollen auf kommunaler Ebene nicht als Instrument der Renditesteigerungen, sondern zur Verbesserung der Wohnqualität gelten.“

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