DIE LINKE.Essen: Mahareroplatz statt Bismarckplatz: Das kann gerne so bleiben!

In der Nacht vom 14. auf den 15.7. haben Aktivist:innen die Bismarckstraße und den Bismarckplatz in Maharerostraße umbenannt. Außerdem wurde die Haltestelle Bismarckplatz umbenannt. Bismarck war maßgeblich mitverantwortlich für die Grenzziehung der afrikanischen Länder, damit auch bei der Aufteilung und Ausbeutung der Ressourcen und nicht zuletzt auch der Menschen. Der Kolonialismus in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, mündete im Genozid an den Völkern der Herero und Nama und dem Bau der ersten deutschen Konzentrationslager.

Theresa Brücker, Spitzenkandidatin der Linken in Essen, erklärt hierzu: „Die Umbenennung der Bismarckstraße und des Bismarckplatzes sind ein wichtiges Zeichen gegen die Nachwirkungen des deutschen Kolonialismus. Insbesonders auch die Wahl des neuen Namens, Maharerostraße nach Samuel Maharero, macht deutlich an wen wir uns erinnern wollen: Nicht an diejenigen, die den Grundstein für unsägliches Leid gelegt haben, sondern an diejenigen die dagegen gekämpft haben!“

In Essen gibt es einige Straßennamen, die umstritten sind, weil sie mit der NS-Zeit oder dem Kolonialismus in Verbindung stehen. „Es gilt Straßen einzeln zu betrachten und zu bewerten ob eine Änderung und gegebenenfalls auch entsprechende Aufklärung sinnvoll ist“, sagt Theresa.

Wenn es nach uns ginge, dann wäre die Umbenennung einfach geblieben. Aber da müssen natürlich die Wege der Demokratie gegangen werden und zum Beispiel ein Bürgerentscheid angestrebt werden. Trotzdem ist die Aktion ein klares Zeichen, Rassismus von Essener Straßenschildern zu verbannen. Mit der LINKEN haben die Befürworter:innen auf jeden Fall eine starke Stimme im Stadtrat!

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