DIE LINKE.Essen: Wahlprüfstein – Essener Bürgerinitiative Gebärdensprache für ALLE

Wir haben auf ein Schreiben von „Essener Bürgerinitiative Gebärdensprache für ALLE“ geantwortet.“ Weiter unten findet ihr auch unser Programm in Gebärdensprache!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Kommunalwahl steht im September an. Sie möchten, dass die von den Ihnen aufgestellten Kandidatinnen und Kandidaten gewählt werden. Kommunalpolitische, sprich wichtige Essener Themen werden angesprochen. Aber immer wieder wird eine Gruppe bei all den Themen vergessen. Die Gruppe der Menschen mit Behinderung! Sie sind ebenfalls Bürger*innen der Stadt Essen. Wir, die „Essener Bürgerinitiative Gebärdensprache für Alle“ möchten insbesondere auf die kommunikativen Barrieren in Essen aufmerksam machen, da wir die betroffenen Expert*innen sind.

Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass es in Essen keinen Rat für Menschen mit Behinderung gibt?

Fast in allen Kommunen gibt es Behindertenbeiräte, die die Belange der Menschen mit Behinderung im Rat vertritt. Wir fordern dies für Essen ebenfalls. Aber dieser Rat soll von Experten vertreten werden! Das bedeutet nur Betroffen können Ihre Anliegen vertreten. Eine blinde Person kann keine Person vertreten, die auf einen Rollstuhl angewiesen wird. Ebenso nicht Personen, die auf Gebärdensprache. All die Einbeziehung der echten Expert*innen würde bei einer Stadtplanung und Stadtentwicklung etliche Kosten einsparen. Was fordern wir konkret?

Unsere Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir beantworten gerne Ihre Fragen. Vorweg möchten wir aber darauf verweisen, dass wir auch unser Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache übersetzt haben. Für uns ist es wichtig, allen Menschen die politische Teilhabe zu ermöglichen. Das heißt für uns auch, dass wir Informationen, wenn immer es möglich ist, in Gebärdensprache zur Verfügung stellen. Das Video finden sie auf unserem Youtubekanal.

Der Missstand, dass es keinen Rat für Menschen mit Behinderungen gibt, ist uns bereits aufgefallen. Wir fordern deswegen die Etablierung einer*s Inklusionsbeauftragte*n. Für die Frage ob es einen Beirat für Menschen mit Behinderungen geben soll, sind wir offen und diskutieren es gerne mit Ihnen.

Wir vertreten ebenso die Position, dass Betroffene dazu gehört werden müssen und in die Entscheidungsfindung einbezogen werden müssen.

Gerne stehen wir auch für ein weiteres Gespräch (mit einer Gebärdenübersetzung) bereit. Schreiben sie uns dafür gerne noch mal eine Mail.

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