DIE LINKE.Leverkusen: Grüne Hauptstraße in Wiesdorf ?

Unsere Ratsgruppe hat vorgeschlagen die Verkehrsflächen auf der Hauptstraße zurückbauen, um eine Straße mit Spielplätzen, mehr Außengastronomie und Parkcharakter zu schaffen. Quasi eine Verlängerung des Neulandparks bis zur Fußgängerzone. Dadurch könnte das Verbindungsstück zwischen Hauptstraße und Wöhlerstraße unter Einbindung der angrenzenden Parkflächen zum Marktplatz umgestaltet werden. Außerhalb der Markttage könnten die Parkplätze dann wieder zur Verfügung stehen.

Begündung aus dem Antrag: Im Endbericht des Integrierten Handlungskonzepts für Leverkusen-Wiesdorf wird das Ziel gefasst „die Verbindung Wiesdorf-Ost über den ZOB und die Hauptstraße bis zum Rhein aufzuwerten und als Achse herauszuarbeiten“. Die Passanten stoßen jedoch durch das Ende der Fußgängerzone und den damit verbundenen Autoverkehr auf eine Grenze, die die Ausprägung dieser Achse schwächt. Zudem sollte die Hauptstraße, um mehr in den Fokus gerückt zu werden, das Angebot der Fußgängerzone sinnvoll ergänzen. Dies wäre im Sinne der Naherholung möglich. Denn die
Wiesdorfer Fußgängerzone verfügt, wie Prof. Ackers in seinem Gutachten bereits 2007 bemängelte, weder über öffentliche Spielplätze noch über Grünflächen, die zum Verweilen einladen. Dies sollte dementsprechend die Stärke der neuen „grünen“ Hauptstraße werden. Dabei wäre es möglicherweise sinnvoll die Kreuzung Kaiserstraße sowie das kleine Verbindungsstück zwischen Schießbergstraße und Kleiner Kirchstraße als verkehrsberuhigte Flächen/ Shared Space beizubehalten, um den Kreuzungsverkehr sowie die Anbindung ans Krankenhaus zu erhalten. Gleichzeitig sollten, wie bereits im Gutachten von Prof. Ackers angeregt, auch die Grünflächen um das Elberfelder Haus nach Möglichkeit mit eingebunden werden und somit eine attraktive Anbindung zum neuen Quartierstreffpunkt Dönhoffstraße/ Alte Feuerwache geschaffen werden.

Seit Jahren sucht die Stadt erfolglos nach Flächen, auf denen ein neuer besser gelegener Marktplatz geschaffen werden kann. Leider war die Kirchengemeinde nicht bereit, die Pavillions vor der Herz Jesu-Kirche so zurück zu bauen, dass hier an favorisierter Stelle ein neuer Marktplatz
geschaffen werden könnte, der im Gegensatz zum alten Marktplatz durch die zentralere Lage die Markthändler ansprechen würde. Prof. Ackers hatte in seinem Gutachten vor der Fertigstellung der Rathaus-Galerie bereits angeregt, die untere Nobelstraße umzubauen und zu attraktiveren. Ein
Rückbau des Verkehrs auf der Hauptstraße würde die Nutzung der unteren Nobelstraße auf Höhe des Kaufhofs als Durchgangsstraße hin zum Kreisverkehr Wöhlerstraße erübrigen. Die Taxiparkplätze könnten in die Nähe des Kreisverkehrs verlagert und ein neuer Marktplatz geschaffen werden, der direkt an die von den Händlern favorisierten Flächen in der
Fußgängerzone grenzt. Außerhalb der Markttage könnten Teilflächen des neuen Platzes wieder als Parkplätze zur Verfügung stehen.

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