DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: 1000 Arbeitsplätze in Gefahr – Majorel muss jetzt Chefsache werden

Zu den Informationen des Wirtschaftsministeriums in Sachen Majorel heute im Wirtschaftsausschuss erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Seit Monaten bemühen sich die Betriebsräte und die Politik um eine Lösung für die drei von der Schließung bedrohten Callcenter-Standorte in Neubrandenburg, Stralsund und Schwerin. Meine Fraktion hat das Thema mehrfach im Wirtschaftsausschuss auf die Tagesordnung gesetzt, den Kontakt zwischen den Betriebsräten und dem Ministerium hergestellt und sich auch im Landtag klar positioniert.

Die Ergebnisse der bisherigen Gespräche sind leider mehr als ernüchternd. Bislang ist das Majorel-Management nicht von der für Ende 2021 geplanten Schließung abgerückt. Angebotene Hilfen des Landes wurden lediglich wohlwollend zur Kenntnis genommen. Das ist bitter, denn aus Sicht der Betriebsräte gibt es durchaus die Chance, eine komplette Schließung abzuwenden. Selbst wenn der Großauftrag der Deutschen Telekom wegfällt, böten Serviceleistungen für andere Telefonanbieter, Versicherungen oder Banken die Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Arbeitsplätze zu retten.

Daher fordere ich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf, das Thema zur Chefsache zu machen und persönlich mit dem Management von Majorel zu verhandeln. Es geht um das Schicksal von 1000 Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien. Deshalb gilt es, hier das gleiche Engagement an den Tag zu legen wie bei der Rettung von Arbeitsplätzen auf den MV-Werften.“

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