DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Änderungen beim Kurzarbeitergeld drohen Unternehmen zu belasten

Zu den anstehenden Änderungen beim Kurzarbeitergeld erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Zum 30. Juni enden verschiedene Regelungen für das Kurzarbeitergeld, so zum Beispiel die 100-prozentige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für Unternehmen. Ab Anfang Juli werden nur noch 50 Prozent erstattet.

Auch die Regelung, dass bereits Kurzarbeit angemeldet werden kann, wenn 10 Prozent der Beschäftigten Arbeitsausfall haben, endet dann. Nur wer bis zum 30. Juni 2021 Kurzarbeit angemeldet hat, fällt noch unter die erleichterten Bedingungen. Gleiches gilt für den Wegfall des Minusstunden-Aufbaus bei den Beschäftigten.

Firmen und Beschäftigte, die diese Regelungen und Termine nicht kennen oder aufgrund von Produktionsengpässen erst nach 30. Juni Kurzarbeit anmelden bzw. in Kurzarbeit geschickt werden, können ein böses Erwachen erleben und sehen sich möglichweise großen finanziellen Problemen ausgesetzt – ähnlich wie beim Ende der Insolvenzantragspflicht am 30. April.

Die Landesregierung muss sich umgehend im Bund dafür einsetzen, dass die erleichterten Kurzarbeitergeld-Regelungen über den 30. Juni hinaus verlängert und die Insolvenz-Antragspflicht rückwirkend zum 1. Mai für Unternehmen ausgesetzt wird, die Corona-bedingt in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Es wäre fatal, wenn Unternehmen und Beschäftigte, die die Pandemie bis jetzt überstanden haben, nun mit den Corona-Lockerungen untergehen.“

 

Nachrichtenquelle: Read More