DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Alle oder Keiner! – Linksfraktion verlangt von Ministerpräsidentin, Vorhaben zur Quarantäneregelung zu überdenken

Zu dem Vorhaben der Ministerpräsidentin, nach den Weihnachtsfeiertagen Rückkehrern aus Hochrisikogebieten anderer Bundesländer Quarantäne aufzuerlegen, erklären die Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg, und der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Torsten Koplin:

„Es ist völlig verständlich, dass die Ministerpräsidentin bestrebt ist, den gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung durch weitere Maßnahmen zu gewährleisten. Unverständlich hingegen ist, dass in ihren Überlegungen immer noch zwischen Hochrisikogebieten anderer Bundesländer und dem eigenen Bundesland unterschieden wird. Mecklenburg-Vorpommern hat den Status geringerer Neuinfektionsraten längst verloren. Deshalb kann sie nicht mit zweierlei Maß messen. Welchen unterschied gibt es beispielsweise von Rückkehrern aus Sachsen oder Bayern und Reisenden innerhalb des eigenen Landes, etwa zwischen Schwerin und der Mecklenburgischen Seenplatte?

Unsere Landeshauptstadt gilt ebenso wie die Mecklenburgische Seenplatte mittlerweile als Hochrisikogebiet und hat vergleichsweise Infektionsraten wie die Kreise Weimar oder Sömmerda in Thüringen. Die neuerlichen Quarantäne-Pläne der Ministerpräsidentin auf alle zu übertragen, würde das Leben vollständig lahm legen.

Hier muss aus reinen Vernunftsgründen das Prinzip ‚Alle oder Keiner!‘ gelten. Entweder gehen alle in Quarantäne, die aus einem Hochrisikogebiet kommen, dies auch innerhalb des Landes oder man belässt es bei den aktuell bestehenden Regelungen. Wir sind für Letzteres und dafür, besonnen zu bleiben und nicht in Aktionismus zu verfallen, denn die Zahl der Neuinfektionen kann angesichts des erst seit Mittwoch geltenden Lockdowns noch nicht sinken. Die derzeitigen Beschränkungen können erst in 10 bis 14 Tagen ihre Wirkung vollständig entfalten.“

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