DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Arbeit der pflegenden Angehörigen endlich angemessen würdigen

Zur Pflege-Prämie für pflegende und betreuende Angehörige erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Ohne die Initiative meiner Fraktion gäbe es den Sozialfonds und auch die Pflegeprämie nicht. Wir wollen, dass der Fonds umfassend genutzt und ausgeschöpft wird, um Männer, Frauen und Kinder zu unterstützen.

Die einmalige Auszahlung einer Prämie in Höhe von 500 Euro aus dem Sozialfonds soll Anerkennung und Wertschätzung für pflegende Angehörige und nahestehende Personen sein. Mitten in der Corona-Krise und den temporären Schließungen der Tagespflege und weiterer Einrichtungen haben Angehörige und nahestehende Personen unter häufig hohen Belastungen die Pflege und Betreuung zu Hause übernommen. Vor dem Hintergrund ist es nicht zu vertreten, dass nur jene Personen von einer Einmalzahlung profitieren sollen, die in der Zeit Umsatz- und Einnahmeverluste hinzunehmen hatten.

Mehrbelastungen sind allen entstanden, deshalb sollte die Auszahlung auch allen Pflegenden ermöglicht werden. Meine Fraktion hat dazu bereits im Sozialausschuss einen entsprechenden Antrag an die Landesregierung gestellt, dies zu prüfen. Mit 425 Anträgen bis heute ist noch viel Luft nach oben. Die Richtlinie ist für 2800 Prämien ausgelegt, der Sozialfonds darüber hinaus flexibel in der Mittelumverteilung, sodass aus den insgesamt 20 Mio. Euro die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger steigen kann.

Grundsätzlich fordert meine Fraktion eine Pflegezeit, in der Lohnersatzleistungen für Erwerbstätige bzw. Mindestsätze für Nicht-Erwerbstätige gezahlt werden. Eine solche Zahlung wäre ein Mittel, das wirksam und nachhaltig pflegende Angehörige entlastet – auch jenseits von Corona.“


Nachrichtenquelle: Read More