DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Auch der Süden Mecklenburgs braucht die Bahn – Strecken reaktivieren

Am Montag, den 10. August 2020 startet um 13:05 Uhr vom Neustrelitzer Hauptbahnhof eine Sonderfahrt mit einem historischen Fahrzeug des Neustrelitzer Hafenbahnvereins nach Mirow und zurück. Mit dabei sind Politikerinnen und Politiker aus dem Bundestag, den Landtagen M-V und Brandenburg sowie aus der Kommunalpolitik beider Bundesländer. Im Vorfeld der Tour erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag M-V, Dr. Mignon Schwenke:

 

„Mit der Fahrt werben wir länderübergreifend für die Stärkung der Bahn in der Region und nutzen sie für einen intensiven Austausch aller Teilnehmenden. Nur mit einem breiten Bündnis können wir die Landesregierungen beider Länder davon überzeigen, aufgegebene Bahnverbindungen wieder zu aktivieren. Mit der Reaktivierung von Bahnstrecken sollen mehr Fahrgäste gewonnen und mehr Güter transportiert werden. Ziel ist dabei auch die Stärkung strukturschwacher Räume. Für die Regionalentwicklung des südlichen Mecklenburgs und auch der Prignitz ist die Bahn ein wichtiger Grundpfeiler. Die Bahn schafft Verbindung und ist für die Verkehrswende unabdingbar. Ein bisschen touristischer Saisonverkehr auf einer zerstückelten Südbahnstrecke sowie eine Kleinseenbahn in kreislicher Verantwortung sind besser als nichts, aber verlängern lediglich den Tod auf Raten für die Bahn in der Region.

Um die Bahn wirklich attraktiv zu machen, ist wieder eine durchgängige Südbahn von Hagenow bis Neustrelitz erforderlich. Zudem muss der Lückenschluss zwischen Güstrow und Meyenburg und auch zwischen Mirow und Wittstock erfolgen. Damit würde die gesamte Region Bindeglied zwischen den Metropolen Hamburg, Berlin und auch Stettin sowie der Regiopole Rostock werden. Ein enormes Potenzial für mehr Fahrgäste und den Gütertransport liegt brach – das muss endlich wieder erschlossen werden. Die fehlende Bahn wird zunehmend zum Hemmschuh für die wirtschaftliche, vor allem touristische Entwicklung und den Zuzug aus Ballungsräumen.“

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