DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Berufsschulpflicht verlängern – keinen jungen Menschen zurücklassen!

Im Ergebnis der Besuche beruflicher Schulen im Rahmen ihrer Schulbereisung erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Besuche vor Ort an den Berufsschulen bestätigen uns in der Forderung, die Schulpflicht an den beruflichen Schulen bis zum 21. Lebensjahr zu verlängern. Es gibt zunehmend Schülerinnen und Schüler, die aus welchen Gründen auch immer, weder einen Schul- noch einen Berufsabschluss vorweisen können. Oftmals sind Jugendliche, wenn sie die allgemeinbildende Schule verlassen, bereits 18 Jahre alt. Gründe dafür sind das Wiederholen von Klassen, zurückgestufte Kinder oder andere Brüche in der Schullaufbahn. Nach der derzeitigen Rechtslage sind diese Schüler nicht verpflichtet, eine Berufsschule zu besuchen und bleiben so ohne berufliche Zukunft.

Auch melden sich viele Schülerinnen und Schüler nach ihrem Schulabschluss nicht unmittelbar bei einer beruflichen Schule an und niemand nimmt davon Notiz. Schätzungen gehen davon aus, dass 400 bis 500 Jugendliche gar nicht erscheinen, andere kommen erst mitten im Ausbildungsjahr, weil sie älter als 18 Jahre sind. Diese Praxis bereitet den betroffenen beruflichen Schulen erhebliche Schwierigkeiten, diese Jugendlichen in den Bildungsbetrieb zu integrieren. Eine Berufsausbildung darf nicht dem Zufall überlassen bleiben!

Diese Fehlentwicklung ist nur möglich, weil die Berufsschulpflicht mit dem 18. Lebensjahr endet. Das Land kann sich aber nicht leisten, dass Jugendliche nach der Schule unter dem Radar fliegen. Wir dürfen keinen jungen Menschen beim Start ins Berufsleben zurücklassen oder vergessen. Eine fehlende Berufsausbildung ist ein denkbar schlechter Start ins Arbeitsleben.“

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