DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Bildungsministerin bei Ganztagsplätzen krachend gescheitert

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Entwicklung der Ganztagsplätze an Schulen“ (Drs. 7/5567, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Landesregierung ist beim Ausbau der Ganztagsschulen krachend gescheitert. Von den in der Koalitionsvereinbarung vom Oktober 2016 festgeschriebenen 10 000 neu zu schaffenden Ganztagsplätzen haben SPD und CDU gerade einmal 60 Prozent realisiert.

Das Gros der zusätzlichen Plätze entfällt auf die Grundschulen. Die Schülerinnen und Schüler der anderen Schularten gucken weiterhin in die Röhre. Die Bildungsministerin muss sich sagen lassen: Klassenziel nicht erreicht, setzen, sechs.

Es ist dringend erforderlich, den Ausbau von Ganztagsschulen weiter voranzutreiben. Dies gilt vorrangig für den Bereich der weiterführenden Schulen, um auch den dortigen Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Angebot unterbreiten zu können. Wichtig ist dabei, dass die Schulen selbst entscheiden, in welcher Form sie die Ganztagsangebote organisieren. Die Regelung im Schulgesetz, wonach alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend an diesen Angeboten teilnehmen müssen, sollte der Freiwilligkeit weichen. Das ist insbesondere in großen Städten mit vielen ohnehin bestehenden sportlichen und musischen Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche angezeigt. Damit wird vermieden, dass die Schülerinnen und Schüler erst am späten Nachmittag ihren eigentlichen Interessen und Neigungen nachgehen können.“

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