DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Bildungspakt 2030 entpuppt sich als Aufguss längst bekannter Probleme

„Wie wär’s mit Guter Schule 2021? Es kann und darf nicht nur um vollmundige Ankündigungen für die ferne Zukunft gehen. Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Eltern – sie alle brauchen eine Gute Schule heute und morgen – nicht erst 2030. Es ist unfassbar, wenn Bildungsministerin Bettina Martin heute davon spricht, dass ‚die Arbeit jetzt beginnt‘. Die drängenden Probleme liegen seit Jahren auf dem Tisch – passiert ist so gut wie nichts. Es schlägt dem Fass den Boden aus, wenn sich die Landesregierung heute damit brüstet, alle Probleme heute zu Papier gebracht zu haben, um einen Diskussions- und Verhandlungsprozess auf den Weg zu bringen. 

Meine Fraktion hat in den zurückliegenden Jahren immer wieder eine Fülle von Vorschlägen unterbreitet, wie die Lehr- und Lernbedingungen an den Schulen des Landes kurz- und mittelfristig verbessert werden können und müssen. Dazu gehört die überfällige Reform des Lehramtsstudiums, um endlich mehr Lehrkräfte an die Schulen zu bekommen. Zudem müssen die Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer verbessert werden, u.a. durch eine Verringerung der Unterrichtsverpflichtung, damit uns diese nicht vorzeitig von der Stange gehen. Erforderlich sind kleinere Klassen, damit auch mehr individuelle Förderung für alle Kinder und Jugendlichen möglich wird.

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, auf die wir dringen angewiesen sind, müssen endlich vernünftig qualifiziert und begleitet werden und damit eine tragbare Perspektive erhalten. 

Neu an dem heutigen Pakt ist allenfalls die Tatsache, dass die Probleme als Diskussionsgrundlage zusammengeschrieben worden sind.“

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