DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Braune Erlebniswelten in Mecklenburg-Vorpommern

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Veranstaltungen der rechtsextremen Szene 2020“ (Drs. 7/6062, Anlage) erklärt die Abgeordnete der Linksfraktion, Karen Larisch:

„Die Corona-Pandemie hat die Durchführung extrem rechter Veranstaltungen im vergangenen Jahr erschwert. Dennoch sind den Behörden 2020 knapp 100 Aktionen der Neonazi-Szene im Land bekannt geworden. Protagonisten der rechten Szene ließen sich auch immer wieder auf den sogenannten Montagsspaziergängen und Corona-Leugner-Demonstrationen blicken bzw. bestimmten diese zum Teil maßgeblich. Die Szene war damit keinesfalls inaktiver als die Jahre zuvor.

Geboten wurde den Menschenfeinden vom rechten Rand im vergangenen Jahr alles, was das braune Herz begehrt: öffentliche Aufmärsche, interne Leistungsmärsche, illegale Propagandaaktionen, Hass-Konzerte und Feiern. Insbesondere die Kampfsporttrainings der Neonazi-Szene dürfen keinesfalls als gewöhnliche Freizeitaktivität verharmlost werden. Sie sind nichts anderes als moderne und legale Wehrsportübungen, um den Angriff auf ‚Feinde‘ und die Demokratie zu üben.

Eine Vernetzung der braunen Stoßtrupps in spe findet auch über die Landesgrenzen hinaus statt, wie die Teilnahme lokaler Neonazis an einem ‚Sportlager‘ in Thüringen zeigt. International zieht es die Hitler-Fans aus M-V gerne nach Ungarn. Im Februar des vergangenen Jahres beteiligten sich mehr als ein Dutzend Neonazis aus M-V an einem Marsch zu Ehren von Wehrmacht und SS in Budapest. Nur einen Monat später war die Rechtsrock-Band ‚Ungebetene Gäste‘ aus dem Landkreis Rostock zu einem Konzert in der Stadt.“

Nachrichtenquelle: Read More