DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Chancen für eine bessere medizinische Versorgung im Land eröffnet

Zum Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Zukunft der medizinischen Versorgung in M-V“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion und Obmann in der Kommission, Torsten Koplin:

„Mit den Handlungsempfehlungen eröffnen sich Chancen, die medizinische Versorgung in unserem Land zu verbessern und langfristig zukunftsfest aufzustellen. In der Vergangenheit haben sich zahlreiche Problemfelder aufgetan. Die Empfehlungen greifen diese auf – so etwa die drängenden Probleme des enormen Fachkräftebedarfs und die Defizite in der Pflege. Viele unsere Vorschläge zur grundlegenden Neustrukturierung der medizinischen Versorgung haben Eingang in das Abschlussdokument gefunden.

Künftig sollten in Mecklenburg-Vorpommern vier Versorgungsregionen gebildet werden. In diesen Regionen sollten alle bislang getrennt handelnden Akteure – wie Krankenhäuser, Arztpraxen und Rehaeinrichtungen – zusammenarbeiten und trägerübergreifende Verbünde schaffen. Diese neue Struktur steht für mehr Qualität, Versorgungssicherheit und eine stärkere Patientenorientierung.

Eine besondere Herausforderung in M-V ist das Weiterbestehen der Geburtenstationen. Es soll eine Expertenkommission eingesetzt werden, die innerhalb von zwei Jahren ein tragfähiges Konzept für ein Netz der Geburtenstationen im Land erarbeitet. Meine Fraktion konnte erreichen, dass in diesem Zeitraum keine Geburtenstation geschlossen werden soll. Zudem sollen die Standorte Bergen und Crivitz Eingang in das Konzept finden.

Weil mit der zunehmenden Kommerzialisierung in Gesundheit und Pflege zunehmend Standorte in ihrer Existenz gefährdet sind, schlägt meine Fraktion in einem Sondervotum die Bildung einer Gesellschaft des Landes vor, unter deren Dach gefährdete medizinische Versorger Bestandssicherheit bekämen.“

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