DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Corona-Impfstrategie überarbeiten und Impfen energischer betreiben

Zur aktuellen Debatte um die Umsetzung der Impfstrategie heute im Zusammenhang mit der Befragung der Landesregierung sowie zum Antrag der Linksfraktion auf Drs. 7/5767 erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Die sogenannte Impfstrategie der Landesregierung entpuppt sich zunehmend als chaotisch und nicht praktikabel. Die zentrale Terminvergabe funktioniert nicht und die Landkreise nehmen sie folgerichtig selbst in die Hand. Mecklenburg-Vorpommern liegt bei den Zweitimpfungen auf dem 7. Platz im Länderranking und ist bei den Erstimpfungen vom Klassenprimus auf den 14. Platz abgestürzt. Auch wenn der Gesundheitsminister heute sagt, über Statistiken nicht diskutieren zu wollen, muss er doch erklären, wie im März mindestens 166 740 Impfdosen verabreicht werden können (190 650 minus Reserve bei Biontech und Moderna).

In der ersten Märzwoche wurden 18 000 Dosen zu wenig verabreicht, obwohl der Impfstoff vorhanden war. Deshalb stellt sich die Frage, warum nicht auch am Samstag oder gar am Sonntag geimpft wird.

Die Landesregierung muss ihre Impfstrategie überarbeiten und die Impfung mit dem vorhandenen Impfstoff besser organisieren. Wenn das Land mehr Impfstoff hat als in den Impfzentren verimpft werden kann, dann müssen die Hausärzte so schnell wie möglich einbezogen werden. Hier auf den Bund zu warten, ergibt keinen Sinn. Wenn die Corona-Schutz-Impfung der Schlüssel zum Erfolg ist, dann muss jetzt geklotzt werden und nicht gekleckert.“

Hintergrund: An vier Tagen der vergangenen Woche wurden laut den Impfberichten des LAGuS M-V (für den 4. März fehlen die Zahlen) insgesamt 14 131 Dosen verimpft, was 3533 Impfdosen täglich und mit dem 4.3. maximal 18 000 in dieser Woche entspricht.

Um 166 000 Dosen zu impfen, müssten 31 Tage lang etwa 5400 Personen geimpft werden. Bei 23 Werktagen wären dies 7250 – und zehn Tage des Monats mit niedrigeren Impfzahlen sind bereits vergangen.

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