DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Corona-Infektionsherde lokal und besser isolieren sowie nachverfolgen

Zur aktuellen Diskussion über Corona-Beschränkungen in Hochrisiko-Gebieten in M-V erklärt Torsten Koplin, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

„Es war zu erwarten, dass die Gerichte einmal mehr eine Corona-Regelung einkassieren. Diesmal sind es die Ausgangsbeschränkungen in Hochrisiko-Gebieten. Mag eine nächtliche Ausgangssperre in Großstädten oder anderen Ballungsgebieten noch einen Sinn ergeben, weil so insbesondere Ansammlungen Jugendlicher und junger Erwachsener besser unterbunden werden können, so ist das in ländlichen Regionen anders. Auch die 15-km-Ausgangsbeschränkung ist gegriffen und mit nichts zu begründen.

Zumal solche starken Eingriffe in die Grundrechte nicht mal so auf dem Wege der Verordnung eines Landkreises angewiesen werden können. Das konnte der Landesregierung alles bekannt sein.

Viel wichtiger als riesige Landkreise bei Ausbrüchen in einzelnen Heimen, Krankenhäusern oder Gemeinden in Generalhaftung zu nehmen wäre es, diese lokalen Ausbrüche auch lokal viel besser zu isolieren und nachzuverfolgen sowie die Quarantäne umzusetzen. Wenn Quarantäneanordnungen erst am Ende der Isolationsauflagen die Adressaten erreichen, wie in Schwerin geschehen, dann macht das ebenfalls wenig Sinn. Die Landesregierung sollte ihre Corona-Strategie auch mit Blick auf die Corona-Mutationen diesbezüglich überdenken.“

 

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