DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Das laufende Schuljahr droht ein verlorenes Schuljahr zu werden

Zum Konzept der Landesregierung zur möglichen Aufholung der Defizite in der Lernstoffvermittlung heute im Bildungsausschuss erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Landesregierung hat weder einen Plan noch ein Konzept, wie die Schülerinnen und Schüler die in der Corona-Pandemie angehäuften großen Wissensdefizite abbauen können.

Wenn nur ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen das Recht in Anspruch nimmt, die Klasse zu wiederholen, entstünde u.a. ein zusätzlicher Lehrkräftebedarf von über 2000 Lehrerinnen und Lehrern. Aber das Bildungsministerium hat keinen Überblick darüber, wie viele Schülerinnen und Schüler die Klasse wiederholen werden. So ist eine Planung nicht möglich.

Die vom Bildungsministerium veranschlagten vier Wochen zum Beginn des nächsten Schuljahrs, um Wissenslücken zu schließen, reichen hinten und vorne nicht aus. Meine Fraktion erneuert ihren Vorschlag, das Schuljahr nach den Sommerferien bis zum Oktober zu verlängern, um den versäumten Unterricht wenigstens in Teilen nachzuholen.

Wenn die Infektionszahlen sinken und der Präsenzunterricht wieder Fahrt aufnimmt, müssen umgehend zusätzliche und wirksame außerschulische Förderung und Nachhilfe kostenfrei angeboten werden. Dies setzt voraus, dass die Lernstandserhebung vor den Sommerferien erfolgen, damit die freie Zeit dafür genutzt werden kann.

Ohne wirksame Maßnahmen droht das laufende Schuljahr für viele Schülerinnen und Schüler tatsächlich ein verlorenes Jahr zu werden.“

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