DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Der Lehrermangel tritt immer deutlicher zutage

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Entwicklung der Schüler-Lehrer-Relation an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern“ (Drs. 7/5170) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Der Lehrermangel tritt in den Klassenräumen immer deutlicher zutage, auch wenn die Bildungsministerin halbjährlich immer höhere Einstellungszahlen von Lehrkräften feiert. Sie vergisst dabei zu erwähnen, dass die Lehrerinnen und Lehrer dennoch Jahr um Jahr mehr Schülerinnen und Schüler unterrichten müssen. Die Antwort der Landesregierung dokumentiert dies schwarz auf weiß. Die Schüler-Lehrer-Relation wird zunehmend ungünstiger. M-V fällt im Bundesvergleich immer weiter hinter die anderen Bundesländer zurück.

Besonders dramatisch sieht es an den Berufsschulen aus. Hier steht eine Lehrkraft im Durchschnitt vor 36 Schülerinnen und Schülern – ein bundesweit negativer Spitzenwert.

Die Bildungsministerin muss gerade den Berufsschulen endlich den ihnen zustehenden Stellenwert beimessen. Sie muss eine Initiative zur Stärkung der beruflichen Bildung starten, die personelle und sächliche Ausstattung der beruflichen Schulen verbessern und Standorte flächendeckend ermöglichen. Nicht zuletzt muss die Bildungsministerin Druck machen, damit das kostenfreie Azubi-Ticket endlich kommt. Nur mit einer solchen Initiative wird eine gute Ausbildung von händeringend gesuchten Fachkräften gelingen.“

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