DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Digitales Lernen: „itslearning“ bricht unter der Last zusammen – Landesregierung wartet ab und hofft

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Möglichkeit von Distanzunterricht an Schulen in M-V“ (Drs. 7/5507) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

Digitales Lernen wird in weiten Teilen des Landes noch lange eine Wunschvorstellung sein. Somit droht der Distanzunterricht für viele Schülerinnen und Schüler noch einige Jahre eine reine Zettelwirtschaft zu bleiben.

Selbst wenn Lernplattformen und digitale Unterrichtshilfen des Landes vorhanden sind und bereits jede zweite Schule die landesweite Lernplattform nutzen will, wird der Zugriff darauf zum Lotteriespiel. Denn mangels ausreichender Kapazitäten gibt ‚itslearning‘ bei vielfachem Zugriff den Geist auf. Dilettantischer geht es nicht, wenn zur Hauptunterrichtszeit am Vormittag der Server zusammenbricht. Offenbar hat das Bildungsministerium nicht damit gerechnet, dass so viele Schülerinnen und Schüler am digitalen Unterricht teilnehmen.

Dabei kann ohnehin lediglich jede fünfte Schule diese Plattform nutzen, weil sie über eine dafür erforderliche Breitbandverbindung verfügt. Rauchzeichen und Trommeln sind derzeit verlässlicher als die Breitbandverbindung im ländlichen Raum. Die Landesregierung wartet weiter ab und hofft, dass frühestens in drei bis vier Jahren ausreichend Breitbandverbindungen verfügbar sind. Da Distanzunterricht aber bereits heute landesweit notwendig ist, muss die Landesregierung unverzüglich dafür sorgen, dass alternative Anbindungen der Schulen sowie der Schülerinnen und Schüler an das Internet ermöglicht werden. Dafür sind Internetanbindungen über Satellit oder vergünstigte Tarife für mobile Datenverbindungen und selbstverständlich die erforderlichen Endgeräte notwendig.“

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