DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Distanzunterricht gibt es nicht – nur Stückwerk und Rumgedümpel

Zu den Ergebnissen der Umfrage des Landeselternrates und des Landesschülerrates erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

„Die Ergebnisse der Befragung unterstützen unsere Forderung, die Schulen frühzeitig und schrittweise wieder zu öffnen. Die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und Lehrkräfte sind seit langem an der Belastungsgrenze.

Das Bildungsministerium hat die Vorbereitung auf die vorhersehbare zweite Pandemiewelle komplett verpennt. Ein funktionierendes Konzept fehlt, aufgerissene Löcher werden notdürftig gestopft. Das Ergebnis ist Stückwerk und Rumgedümpel. Es gibt keinen ernstzunehmenden Distanzunterricht, denn jede fünfte Schülerin bzw. Schüler verfügt nicht über ein Endgerät, hat keinen Kontakt zu den Lehrkräften, kann sich nicht online mit den Mitschülern austauschen. Diese große Misere verschärft die Tatsache, dass die Herkunft des Kindes über seinen Lernerfolg entscheidet.

Die gleichzeitige Bewältigung grundverschiedener Aufgaben hat Eltern, Schüler und Lehrkräfte an den Rand ihrer Möglichkeiten gebracht und führt zunehmend zur Kapitulation. Statt weiterhin über die Wiederholung des Schuljahres zu debattieren, muss der sofortige Ausstieg aus dieser verheerenden Situation zügig eingeläutet werden.

Deshalb müssen die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien schrittweise wieder an die Schulen zurückkehren. Das Bildungsministerium hat umgehend einen Plan vorzulegen, wie dieser Weg beschritten werden soll, wie entstandene Nachtteile, ausgeglichen werden sollen, wie fehlende Unterrichtsinhalte nachgeholt und vermittelt werden sollen, wie endlich die Last von den Schultern der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Eltern genommen werden soll.“

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