DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Distanzunterricht ist kein digitaler Unterricht, sondern Zettelwirtschaft

Die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, befürwortet die umgehende Einführung des Lernens von zu Hause aus für ältere Schülerinnen und Schüler.

„Allerdings dürfen die Abschlussklassen ab Januar nicht mehr unter diese Regelung fallen. Auch Bildungsministerin Bettina Martin muss erkennen, dass jede Minute Präsenzunterricht notwendig ist. Bereits im April finden die schriftlichen Abiturprüfungen statt, kurze Zeit später die zur Mittleren Reife.

Wir müssen den Abschlussklassen eine große Priorität einräumen und dürfen sie nicht hinten runterfallen lassen. Sonst besteht die Gefahr, dass ihre Abschlüsse als minderwertig angesehen oder belächelt werden.

Zur Ehrlichkeit gehört auch dazu, dass Distanzunterricht in der digitalen Wüste M-V nichts anderes ist als eine Zettelwirtschaft. Es fehlt an Breitbandanschlüssen und an Computern. Nur jede fünfte Schule verfügt über einen ausreichenden Anschluss, 408 Schulen von 483 staatlichen allgemeinbildenden Schulen gehen leer aus. Besserung ist nicht in Sicht, denn der Termin der Umsetzung der Förderaufrufe für die Glasfaseranbindung ist 2023 und 2024. Damit tappen die Schulen weitere vier Jahre im Dunklen.“

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