DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Erweiterung der Berufsschulpflicht für einen guten Start ins Erwerbsleben

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Schulbesuchsjahre von Schülerinnen und Schülern(Drs. 7/5344, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mehr als 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler brauchen für ihre Mittlere Reife mehr als 10 Schuljahre. Vergleichbar sieht es bei den Abiturientinnen und Abiturienten aus, annähernd jede und jeder fünfte braucht länger fürs Abi.

Die Jugendlichen drehen aus vielerlei Gründen Extrarunden – u. a. aufgrund von hohem Unterrichtsausfall und zu wenig regulärem Unterricht in den Hauptfächern, vor allem in den Klassen 9 und 10 der regionalen und Gesamtschulen. Am Ende ihrer Schullaufbahn sind sie in der Regel bereits 18 Jahre alt. Nach geltender Rechtslage unterliegen sie damit nicht mehr der Berufsschulpflicht und bleiben womöglich ohne berufliche Zukunft. Das können und dürfen wir uns nicht leisten. Wir dürfen keinen jungen Menschen zurücklassen oder vergessen, eine fehlende Berufsausbildung ist ein denkbar schlechter Start ins Arbeitsleben.

Aus diesem Grund bleibt meine Fraktion bei ihrer Forderung, die Berufsschulpflicht auf das 21. Lebensjahr anzuheben. Damit wird sichergestellt, dass nach dem Schulabschluss auch wirklich jede und jeder Jugendliche entweder ein Studium aufnimmt oder eine Berufsschule besucht. Ziel ist ein Berufsabschluss für einen guten Start ins Erwerbsleben.“

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