DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Frauen haben mehr verdient – gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Zum morgigen Equal Pay Day erklären die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, und der gleichstellungspolitische Sprecher Peter Ritter:

Oldenburg: „Es sind überwiegend Frauen, die mit ihrer Arbeit in den Dienstleistungs-, Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen nicht nur in der Corona-Krise den Laden am Laufen halten: die Krankenschwester im Krankenhaus, die Pflegerin im Alten- und Pflegeheim, die Raumpflegerin im Bürokomplex, die Erzieherin in der Kita und viele andere. Für diese unverzichtbare, wertvolle Arbeit erhalten Frauen einen viel zu geringen Lohn. Frauen haben mehr verdient. Es ist höchste Zeit für eine Aufwertung der Berufe, in denen vorwiegend Frauen arbeiten. Es müssen endlich die Löhne angehoben werden. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – jetzt!“

Ritter: „Das Gros des Verdienstunterschieds sind strukturbedingt, also unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen in schlechter bezahlten Branchen sowie in Teilzeit arbeiten und seltener Führungspositionen erreichen. Auch wenn die Lücke zwischen der Bezahlung von Frauen und Männern mit 19 Prozent in diesem Jahr erstmals unter 20 Prozent liegt, ist diese Ungerechtigkeit immer noch viel zu groß und eine gesellschaftspolitische Schande. Auch im Privaten kümmern sich weit mehr Frauen als Männer um den Haushalt, sie beaufsichtigen die Kinder, bringen diese durchs Homeschooling und pflegen kranke Angehörige. Diese zusätzliche Arbeit erfolgt ohne Bezahlung. Frauen sind damit doppelt und dreifach benachteiligt. Die Forderungen nach einer gerechten Bezahlung von Frauen sowie einer gerechten Aufteilung der Care-Arbeit sind deshalb Bestandteil eines umfangreichen Antrags meiner Fraktion auf der kommenden Landtagssitzung, um mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen.“

Hintergrund: Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell bundesweit bei 19 Prozent liegt. Daraus ergibt sich, dass Frauen bis 10. März unentgeltlich arbeiten.

Nachrichtenquelle: Read More