DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Gesundheit ist keine Ware – Kinderstation Parchim wiedereröffnen

Zu den Medienberichten über die Hintergründe der Schließung der Kinderstation des Krankenhauses Parchim erklärt die Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Monatelang hat Asklepios als Eignerin anscheinend den Bürgerinnen und Bürgern und dem Parlament die Unwahrheit gesagt. Es hat sich der Eindruck verfestigt, dass eben nicht der Mangel an Fachpersonal zur Schließung der Kinderstation führte, sondern die stillschweigende Entlassung des Fachpersonals und rein wirtschaftliche Beweggründe.

Die Linksfraktion fordert daher eine sofortige Wiedereröffnung der Kinderstation. Die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort hat Vorrang vor Gewinnerwartungen. Asklepios hat sich vertraglich zur medizinischen Grundversorgung verpflichtet und hat dieser Pflicht auch nachzukommen. Teure Hüft- oder Knieoperationen sind genauso wichtig wie der gebrochene Arm eines Kindes aufgrund eines Spielunfalls – aber eben nicht wichtiger.

In dieser Hinsicht ist auch die Reaktion der Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzenden Manuela Schwesig ein Hohn. Sowohl SPD als auch CDU haben unsere Forderung nach Begrenzung der Gewinnausschüttungen von Kliniken als auch die Forderung für Kinderkliniken ein anderes Abrechnungssystem einzuführen, abgelehnt. Nun öffentlich zu propagieren, dass Gesundheitsversorgung mehr zählen muss als Gewinnerwartung, ist mit diesem Abstimmungsverhalten nicht in Übereinstimmung zu bringen.

Meine Fraktion wird eine rasche Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses und eine öffentliche Anhörung beantragen, um schnellstmöglich Licht ins Dunkel der Asklepios zu bringen.

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