DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Handeln und nicht klagen ist das Gebot der Stunde, Herr Minister!

Zur heute veröffentlichten Forderung von Gesundheitsminister Harry Glawe, die Schulgeldfreiheit für alle Gesundheitsfachberufe auf Bundesebene herzustellen, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Die gesamte Landesregierung und im Besonderen Gesundheitsminister Harry Glawe haben die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt. Während der Gesundheitsminister weiterhin stur nach Berlin zeigt und die Verantwortung dorthin schiebt, haben andere Bundesländer längst gehandelt. Zuletzt waren dies Sachsen-Anhalt und Hessen, die zum Ausbildungsstart am 1. August dieses Jahres, entsprechende Regelungen geschaffen haben.

Auch die hiesige Landesregierung hätte längst handeln können und müssen. Meine Fraktion hat dies bereits im November 2018 gefordert. Die Absolventenzahlen in den nichtakademischen Gesundheitsfachberufen sind in M-V von 2012 bis 2019 um 35,5 Prozent zurückgegangen und der Fachkräftemangel greift auch in diesem Bereich um sich. Bademeister und Masseure, Diätassistenten, Ergotherapeuten, medizinisch-technische Assistenten, Orthoptisten, pharmazeutisch-technische Assistenten, Physiotherapeuten und Podologen werden aller Orten händeringend gesucht. Aber die Landesregierung sieht weiter tatenlos zu, wie junge Leute abwandern und sich der Fachkräftemangel immer weiter zuspitzt. 

SPD und CDU müssen sich entscheiden, ob sie weiter das Klagelied anstimmen oder endlich handeln wollen. Meine Fraktion wird in der kommenden Landtagssitzung die Schulgeldfreiheit für alle Gesundheitsfachberufe rückwirkend zum 1. August einfordern. Bleiben die Koalitionsfraktionen bei ihrer ablehnenden Haltung, dann sind die Klagen des Ministers nichts als Krokodilstränen und das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen.“

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