DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Heute rächen sich die Versäumnisse zurückliegender Jahre und Monate

Zu den heutigen Informationen von Bildungsministerin Bettina Martin zum neuen Schuljahr erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Viel zu lange hat die Bildungsministerin nicht darüber informiert, wie viele Lehrkräfte, inklusive Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, überhaupt für den Unterricht zur Verfügung stehen und wie sich die Schülerzahlen entwickelt haben. Diese Zahlen sind aber Dreh- und Angelpunkt für einen Plan, wie möglichst rasch ein geregelter Unterricht gewährleistet werden kann. Heute erfahren wir, dass wieder mehr als 300 Stellen nicht besetzt werden konnten – und dies bei gestiegenen Schülerzahlen. Damit wird M-V weiter an der Spitze der Schul- und Ausbildungsabbrecher stehen und der Unterrichtsausfall wird ins Uferlose steigen. Von den über 300 Seiteneinsteigern wurden lediglich gut 15 Prozent für ihren neuen Beruf qualifiziert. Auch das ist unverantwortlich.

Das Corona-Infektionsgeschehen an den Schulen überrascht vor dem Hintergrund zunehmender Lockerungsmaßnahmen und der Urlaubsrückkehrer nicht. Auch deshalb hat meine Fraktion stets einen Plan B angemahnt, der im Falle von wieder mehr Covid-19-Fällen und Schulschließungen zur Anwendung kommt. Jetzt rächt sich die Untätigkeit des Bildungsministeriums der zurückliegenden Wochen und Monate. So ist es nicht gelungen, die erforderliche digitale Ausrüstung für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu bringen – als elementare Voraussetzung für Distanzunterricht.

Bereits vor Corona hat die Landesregierung die miserable Lage an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen des Landes geleugnet und versucht, den massiven Lehrermangel zu kaschieren. Weil die Kinder und Jugendlichen wieder mehr Unterricht statt Ausfall brauchen, haben wir die Volksinitiative ‚Bildungsaufstand‘ gestartet, für die wir morgen die letzte Phase einleiten: für bessere Unterrichtsbedingungen, weniger Unterrichtsausfall, 1000 zusätzliche Lehrkräfte, mehr Mathe und Deutsch in der Grundschule sowie eine bessere Ausbildung der Lehrkräfte und Seiteneinsteiger.“

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