DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Homeoffice-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung

Zum geplanten Homeoffice-Gesetz erklärt der wirtschafts- und gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Ein Homeoffice-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung, springt aber in dieser Form zu kurz. Ein Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice wird für die Beschäftigten nicht viel ändern. Homeoffice wird weiterhin die Ausnahme und nicht Teil einer neuen und zeitgemäßen Arbeitsnormalität bleiben. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Wege zur Arbeit lang sind und viel Fahrzeit kosten, bietet Homeoffice die Lösung für eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und leistet obendrein einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Klimaschutz. Bei den anstehenden Beratungen muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Rechte der Beschäftigten gewahrt bleiben. So darf nicht von einer ständigen Erreichbarkeit ausgegangen werden, geregelte Arbeitszeiten und Arbeitsschutz müssen auch im Homeoffice gelten.

Es ist schon ein starkes Stück, dass der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller, nun die Debatte über das geplante Gesetz missbraucht und versucht, die Axt an das Arbeitszeitgesetz zu legen. Gerade im Tourismus fehlen immer mehr Fachkräfte. Ein Grund sind auch die Arbeitsbedingungen, lange Fahrwege, viele Überstunden, familienunfreundliche Arbeitszeiten. Eine ‚Flexibilisierung‘ des Arbeitszeitgesetzes mit längeren täglichen Arbeitszeiten ist der absolut falsche Weg.“ 

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