DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Im Bereich des sexuellen Kindesmissbrauchs gibt es viel zu tun

Zur heutigen gemeinsamen öffentlichen Anhörung von Bildungs- und Sozialausschuss zum Thema „Handlungsbedarfe auf Landesebene bei der Prävention gegen Kindergewalt insbesondere der sexuellen Gewalt gegen Kinder“ erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Es hat sich in der Anhörung gezeigt, dass es in Mecklenburg-Vorpommern eines ressortübergreifenden Gesamtkonzeptes zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder braucht. Teil dieses Konzeptes muss die Einführung einer Fachaufsicht der Jugendämter durch ein an die Landesregierung angebundenes Landesjugendamt sein. Das ist derzeit nicht der Fall. Vielmehr ist das Landesjugendamt derzeit bei dem Kommunalen Sozialverband integriert, für welches die Verantwortung bei den Landkreisen und kreisfreien Städten liegt. Dies ist organisatorisch keine starke Fachaufsicht der Jugendämter, wie die Expertenanhörung deutlich machte. Dass das Landesjugendamt bei der Landesregierung angegliedert ist, fordern wir bereits seit 2016.

Weiterhin bestätigte die Expertenanhörung unsere Auffassung, dass es in Mecklenburg-Vorpommern eines unabhängigen Kinderbeauftragten bedürfe, in dessen Tätigkeitsfeld der sexuelle Missbrauch von Kindern eine tragende Rolle spielt. Er muss Zugang zur Regierung haben und dem Landtag berichtspflichtig sein. Es wurde ebenfalls deutlich, dass dieser gesetzlich verankert werden muss. Es wird endlich Zeit, das schon in der letzten Legislaturperiode geplante Kinderschutzgesetz zu verabschieden.“

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