DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Infektionen müssen weiter nachzuverfolgen sein

Zur Entscheidung der Landesregierung, ab 4. September wieder Tagestouristen ins Land zu lassen, erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mit der Entscheidung kippt die Landesregierung einen ihrer bisherigen Grundpfeiler im Kampf gegen die Corona-Pandemie: die Sicherstellung der Nachverfolgung von Infektionsketten. Es muss doch weiterhin darum gehen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen – deshalb muss die Nachverfolgung von Infektionen auch künftig Teil der Lockerungen sein.

Die Öffnung für die Tagestouristen wird die großen Verluste der Tourismusbranche, die sie in den zurückliegenden Monaten eingefahren hat, nicht ausgleichen. Es ist deshalb geboten, auch der Tourismusbranche entgangene Einnahmen zumindest anteilig zu erstatten. Dazu müssten nicht einmal neue Schulden gemacht, sondern können die Mittel aus dem Schutzfonds des Landes verwendet werden, die noch in erheblicher Höhe bestehen.

Der Appell an die Vernunft der Menschen reicht nicht aus. Wir brauchen klare Regeln, an die sich alle halten müssen. Deshalb sind bundeseinheitliche Regelungen sinnvoll, als Grundgerüst, das in den Regionen den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden kann.

Die Situation ist ganz unterschiedlich, weswegen auf ein lokales Infektionsgeschehen auch lokal reagiert werden muss. Es ist gut, dass dies etwa auch für Herbst- und Weihnachtsmärkte Gültigkeit hat, die stattfinden können und für die in der jeweiligen Region Konzepte entwickelt werden sollen.“

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