DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Infektionsmonitoring des Landes nach neun Monaten völlig unzureichend

Nach der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landtages erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Es ist völlig unverständlich, warum die Landesregierung nach inzwischen neun Monaten der Pandemie keine validen Auskünfte über das Infektionsgeschehen im Land und in den einzelnen Landkreisen geben kann. So kann über die Zielgenauigkeit und Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen lediglich spekuliert werden. Warum gibt es seit Monaten in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Greifswald die höchsten Inzidenzen im Land? Welche Maßnahmen wurden eingeleitet und haben Wirkung gezeigt, welche nicht? Wie werden Infektionen in Pflegeheime und Krankenhäuser eingetragen? Inwieweit ist die unzureichende Personalsituation mit verantwortlich? Wie viele Infektionen haben im öffentlichen Raum stattgefunden und wo?

Die Infektionen könnten mit Ein- und Auspendlern sowie Zweitwohnsitz-Inhabern im Zusammenhang stehen, lautet die einzige vage Vermutung der Landesregierung. Das reicht für die Bekämpfung einer bisher einzigartigen Pandemie nicht aus und ist keine geeignete Grundlage für Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung.

Die Landesregierung muss zeitnah gesicherte Auskünfte darüber geben, warum die Zahlen in einigen Landkreisen anhaltend über den Inzidenzen des Landes liegen und nicht in den Griff zu bekommen sind. Zugleich muss sie die Beschränkungsmaßnahmen sachlich begründen. Dazu muss sie vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen oder solche beschaffen. Allgemeine Aussagen und Vermutungen reichen nach neun Monaten Pandemie nicht mehr aus.“ 

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