DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Jedes Kind muss sicher schwimmen können

Immer mehr Kinder können nicht schwimmen. Dazu erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist dramatisch, dass bereits zwei Jahrgänge keinen Schwimmunterricht erhalten haben. Damit hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Ende der vierten Klassenstufe nicht sicher schwimmen können, noch einmal drastisch erhöht! Dieser Entwicklung können und dürfen wir angesichts der damit verbundenen Gefahren für die Kinder in einem Land der Seen und der Ostseeküste auf keinen Fall tatenlos zusehen.

Das Bildungsministerium darf die Bugwelle der fehlenden Schwimmausbildung nicht weiter anwachsen lassen. Es muss sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 Schwimmunterricht erhalten. Das muss auch für die Kinder gelten, die im letzten Jahr diesen Unterricht nicht wahrnehmen konnten. Angesichts der anstehenden Lockerungen muss jede Möglichkeit in geeigneten Schwimmstätten genutzt werden, Schwimmunterricht in kleinen Gruppen durchzuführen. Dabei brauchen die Schulträger Unterstützung vom Land, damit sie die Kosten für die teilweise langen Anfahrten und die Miete von Bahnen in den Schwimmstätten aufbringen können. Zusätzlich muss das Programm für die Ferienschwimmkurse erheblich ausgeweitet werden. Notwendig sind auch kostenfreie Schwimmkurse an den Wochenenden und in den Ferien.

Nicht zuletzt muss das Bildungsministerium endlich unseren Vorschlag umsetzen, dass jeder Lehramtsstudierende während des Studiums eine Ausbildung zum Schwimmlehrer absolvieren kann, damit künftig die Schwimmkurse an allen Schulen abgesichert werden können. Ziel muss es sein, dass in M-V jedes Kind sicher schwimmen kann.“

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