DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Kinder- und Jugendtourismus braucht Unterstützung, keine Ausreden

Zur Antwort auf die Kleine Anfrage „Fortschreibung Konzeption Kinder- und Jugendtourismus“ (Drs. 7/5609), erklärt der wirtschafts- und tourismuspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Die Landesregierung ist sich nun offenbar endlich im Klaren darüber, dass die Einrichtungen im Kinder- und Jugendtourismus von den Corona-bedingten Einschränkungen besonders stark betroffen sind. Doch anstatt in geeigneter Form Unterstützung auf den Weg zu bringen, bleibt es bislang bei leeren Worten oder Ausreden. So wurde weder das zugesagte und im zweiten Nachtragshaushalt mit 5 Mio. Euro finanziell untersetzte Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, noch hat eine für diesen speziellen Bereich des Tourismus eingerichtete Interministerielle Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr beraten. Die Aussage, die Corona-Pandemie habe ein Treffen verhindert, ist schlicht absurd. Oder hat die Landesregierung noch nie etwas von Video- und Telefonkonferenzen gehört? Da verwundert es nicht, wenn die Konzeption für den Kinder- und Jugendtourismus auf der Strecke bleibt, obwohl eine Fortschreibung im Koalitionsvertrag vorgesehen ist.

Die Corona-Krise wird die Einrichtungen auch nach der zu erwartenden schrittweisen Aufhebung des harten Lockdowns im Frühjahr noch vor zahlreiche Herausforderungen stellen. Die Häuser sind vor allem auf Gruppen ausgerichtet, was besondere Anforderungen für die Durchsetzung von Abstandsregelungen in Gemeinschaftsräumen, die Nutzung von Sport- und Spielgeräten, die Interaktion in den Reisegruppen, den Zugang zu sanitären Einrichtungen, die Versorgung mit Speisen und Getränken oder die Durchführung von Hygienemaßnahmen mit sich bringt. All dies hätte in eine Konzeption, die auch den Neustart in den Blick nimmt, einfließen können.

Es wird einmal mehr deutlich, dass die Landesregierung den Kinder- und Jugendtourismus vernachlässigt. Mit Blick auf das Potential, welches diese Zielgruppe heute und in Zukunft bietet, ist das grob fahrlässig. Meine Fraktion erwartet von der Landesregierung eine Kursänderung und die Einhaltung gemachter Zusagen. Die Einrichtungen benötigen schnellstmöglich Klarheit darüber, wie sie die zugesagten Hilfen erhalten können.“

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