DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Landesregierung muss Aktionsplan fürs Schwimmen auflegen

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Schwimmunterricht in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/2021“ (Drs. 7/5873, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Das Landesprogramm ‚M-V kann schwimmen‘ entpuppt sich als Schuss in den Ofen. Nicht einmal 1000 Schülerinnen und Schüler haben landesweit im zurückliegenden Jahr daran teilgenommen und schwimmen gelernt. Das sind nicht einmal zwei Prozent aller Kinder in den Klassenstufen 1 bis 4. Angesichts des reihenweise ausgefallenen Schwimmunterrichts müssen diese Zahlen alarmieren.

Skandalös ist der Umstand, dass das Bildungsministerium noch nicht einmal einen Überblick hat, wie viele Kinder in den letzten beiden Schuljahren keinen Schwimmunterricht erhalten haben und ob Schulen selbst Ferienschwimmkurse angeboten haben. Gleichermaßen unfassbar ist, dass das Bildungsministerium in Sachen Schwimmprogramm weiterwurschteln will wie bisher.

Angesicht der katastrophalen Lage bei den Schwimmfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler muss die Bildungsministerin alle Anstrengungen unternehmen und Wege finden, dass alle Kinder den Schwimmunterricht nachholen können. Das setzt voraus, dass sie einen Überblick darüber hat, wie hoch der Bedarf ist.

Auf dieser Grundlage müssen die Ferienkurse entsprechend ausgeweitet und alle Schwimmstätten genutzt werden. Im Rahmen eines Aktionsplans fürs Schwimmen müssen im kommenden Schuljahr neben dem regulären Schwimmunterricht auch ‚Schwimmwochen‘ angeboten werden. Das muss jetzt vorbereitet und die Mittel vom Land bereitgestellt werden. Auch im Hinblick auf die anstehende Badesaison wäre alles andere grob fahrlässig.“

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