DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Landesregierung muss Impfstrategie anpassen und Impfplan vorlegen

Zur Corona-Impfstrategie des Landes erklärt Torsten Koplin, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag M-V:

„Meine Fraktion hat in den letzten Tagen schon gefordert, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer beim Impfen in die Prioritätsstufe eins aufzunehmen, wenn die Kitas und Schulen nach der Teilschließung so früh wie möglich wieder geöffnet werden sollen. Das ist gerade mit Blick auf die Argumentation der Landesregierung bezüglich der vermuteten vielfach ansteckenderen Virus-Mutationen dringend geboten. Die Position meiner Fraktion wird inzwischen auch von der kommunalen Ebene unterstützt, zum Beispiel vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin.

Die Landesregierung muss der Öffentlichkeit reinen Wein einschenken und einen Impfplan veröffentlichen, dass für alle Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar wird, wann sie mit einem Impftermin rechnen können. Das ist auch wichtig, um die weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten ausreichend begründen zu können. Was die Ministerpräsidentin von der Bundesregierung verlangt, das sollte sie selber auch liefern.

Es treten auch immer mehr Einzelfälle zutage, die von der jetzigen Impfstrategie der Landesregierung, die sich bisher strikt an die Impfverordnung des Bundes gebunden hat, nicht bzw. unzureichend erfasst werden. So ist das ambulante Pflegepersonal, das regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder pflegt, der ersten Impfgruppe ‚Schutzimpfung mit höchster Priorität‘ zugeordnet, die betreuten Personen unter 60 mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen oder Vorerkrankungen würden nach der jetzigen Strategie aber frühestens im Sommer geimpft werden.

Meine Fraktion fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten für Klarstellungen zu sorgen und nachvollziehbare, sinnvolle Impf-Regelungen zu schaffen.“

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