DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Landesregierung muss Klarheit über AstraSeneca-Impfung schaffen

Zu den heute veröffentlichten Zahlen über die Corona-Impfstoffversorgung des Landes in den nächsten Wochen erklärt Torsten Koplin, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag M-V:

„Es ist längst überfällig, dass die Landesregierung endlich die Öffentlichkeit über die zur Verfügung stehenden Impfdosen pro Woche informiert. Das muss künftig laufend geschehen, um die Akzeptanz für die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig realistische Perspektiven für die Impfung der Bevölkerung aufzuzeigen.

Nun muss die Ministerpräsidentin aber auch umgehend erklären, an wen sie die 28.800 Impfdosen der Firma AstraZeneca in der 6. und 8. Kalenderwoche, also ab Montag, den 8. Februar, 12.000 Impfdosen, und ab Montag, den 22. Februar, weitere 16.800 Impfdosen, verimpfen lassen will.

Das Festhalten an ihrer bisherigen Impfstrategie, die auf der Impfverordnung der Bundesregierung fußt, ist nicht mehr möglich, da diese lediglich drei Prioritätsstufen vorsieht, die erste noch nicht abgeschlossen und die zweite Stufe noch nicht erreicht wurde, der AstraSeneca-Impfstoff in Deutschland aber nur an unter 60-Jährige verimpft werden soll, also frühestens in der Prioritätsstufe drei.

Meine Fraktion fordert die Landesregierung auf, umgehend für Klarstellung zu sorgen und das unter 60-Jährige Personal in Schulen und Kitas sowie bei Polizei und Feuerwehr vorzuziehen. Es macht keinen Sinn, Schulen und Kitas zu öffnen, aber das Personal nicht zu schützen. Gleiches gilt für Polizei und Feuerwehr, auf deren Einsatz das Land angewiesen ist.“

 

 

Hintergrund: Die Linksfraktion hat am 20. Januar 2021 unter Drucksache 7/5756 eine Kleine Anfrage zur Bereitstellung der Impfstoffe in M-V gestellt, nachdem die Landesregierung ihre unrealistischen Impfziele nicht korrigiert hatte.

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