DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern braucht dringend eine Pandemie-Strategie

Zur Corona-Zwischenbilanz der Landesregierung erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Corona hat auch Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn des Jahres völlig unvorbereitet erwischt und inzwischen das Land mit voller Wucht überrollt. Unser Land stand da ohne Plan, ohne getroffene Vorkehrungen und die dringend erforderlichen Reserven.

In den zurückliegenden Jahren hat die Landesregierung viele Bereiche auf Verschleiß gefahren und bei zentralen Aufgaben gekürzt – koste es, was es wolle. Das gilt für den öffentlichen Gesundheitsdienst genauso wie die Reserven von medizinischem Material in den Krankenhäusern, ausreichend Ärztinnen und Ärzte oder die dringend erforderliche Digitalisierung in allen Bereichen. Deshalb waren viele der im Frühjahr und in den Folgemonaten ergriffenen Maßnahmen zwingend erforderlich – nicht nur, um der akuten Krise Herr zu werden, sondern Versäumtes endlich nachzuholen.

Vorsorge muss künftig viel stärker im Mittelpunkt stehen, damit Bund und Länder nie wieder derart kalt erwischt werden und kopflos dastehen. Um künftig nicht erneut unvorbereitet in dramatische Krisen zu schlittern, zum Beispiel in eine Grippewelle, ist eine Pandemie-Strategie erforderlich sowie der Ausbau der pandemischen Forschung an den Unimedizinen. Nur mit einer Strategie kann systematisch und geordnet eine Krise bewältigt werden. So muss u. a. festgelegt werden, wie eine Nachverfolgung von Infektionen erfolgen soll, welche Bevölkerungsgruppen und Institutionen welcher Prioritätensetzung unterliegen.

Am meisten zu leiden haben in der gegenwärtigen Krise die Schwächsten in unserer Gesellschaft – die Kinder und die Alten. Die Landesregierung hat in den Sommermonaten versäumt, vollständige und gerade für diese Personengruppen wirksame Konzepte zu entwickeln, mit denen es als Teil einer erforderlichen Strategie möglich wäre, gerade diese besser zu schützen.

Nur mit einer klaren Strategie kann auch die Bevölkerung ausreichend und nachvollziehbar informiert werden. Jede und jeder im Land weiß dann, was wann wie und warum geplant ist und kann sich darauf einstellen.“

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