DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Aufmerksamkeit für Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen!

Die Linksfraktion hat heute zum Internationalen Kindertag einen MV-Kindergipfel durchgeführt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren neben den Abgeordneten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Linksfraktion u.a.:

Marieke Bohne und Johannes Beykirch, Vorstandsmitglieder des Landesjugendrings

Heinz Hilgers, Deutscher Kinderschutzbund Bund

Steffen Bockhahn, Sozialsenator Rostock

Carsten Spies, Deutscher Kinderschutzbund M-V

Rainer Becker, Deutsche Kinderhilfe

Kay Czerwinski, Landeselternrat M-V

Hierzu erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Kinder und Jugendliche waren und sind von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie besonders und nachhaltig betroffen. Viel zu viele sind krank an Leib und Seele. Nachdem wir die Landesregierung mehrfach vergeblich aufgefordert haben, einen Gipfel zur besonderen Lage von Kindern und Jugendlichen durchzuführen, haben wir uns entschlossen, dies selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben uns mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Verbänden und Organisationen zusammengesetzt, die sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen starkmachen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die vielfältigen Problemlagen infolge der Corona-Pandemie sowie mögliche Lösungswege.  

Es ist unbestritten, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen deutlich mehr Aufmerksamkeit brauchen. Deshalb müssen in einem ersten Schritt ihre individuellen Bedürfnisse ermittelt werden. Das setzt Informations- und Fortbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher sowie ein Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit voraus. Der durch die Pandemie weiter verschärften Kinderarmut muss endlich entschlossen der Kampf angesagt werden. Kurzfristig müssen bedürftige Kinder und Jugendliche mit digitalen Endgeräten für Lernangebote ausgestattet werden. Leistungen, wie das kostenfreie Mittagessen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket, muss als Geldleistung an die Familien ausgezahlt werden.

Mittelfristig muss auf Bundesebene eine Kindergrundsicherung für alle Kinder eingeführt werden. Sie haben das Recht auf ein möglichst sorgenfreies Aufwachsen, ihnen müssen alle Wege gleichermaßen offenstehen. Der Kinderschutz ist nachhaltig zu verbessern. Kinder- und Jugendhilfestrukturen müssen gestärkt und es muss die Stelle eines unabhängigen Kinderbeauftragten eingerichtet werden, der sich ausschließlich um deren Belange kümmert. Nicht zuletzt sind die Beteiligung- und Mitbestimmungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auszubauen, ihre Rechte müssen bei politischen Entscheidungsprozessen viel stärker berücksichtigt werden.“

 

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