DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Power für lückenlose und sichere Radinfrastruktur

Zur Vorstellung des neuen nationalen Radverkehrsplans 3.0 durch Bundesverkehrsminister Scheuer erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke:

„Es ist überfällig, dass auch der Bund den Radverkehr stärker in den Fokus nehmen will. Bund, Länder und Kommunen können nur gemeinsam für eine lückenlose Radinfrastruktur sorgen, die Sicherheit bietet und für einen stetig wachsenden Radverkehr ausgelegt ist. Noch ist die Radinfrastruktur völlig unzureichend, in schlechtem Zustand oder schlichtweg nicht vorhanden, zugleich nutzen immer mehr Menschen das Rad als Verkehrsmittel.

Ob die Strategie der Bundesregierung zur Förderung des Radverkehrs bis 2030 ein Papiertiger bleibt oder greift hängt davon ab, wie sie umgesetzt wird. Die Neuaufteilung der Verkehrsflächen zu mehr Gleichberechtigung des Rad- und auch Fußgängerverkehrs ist eine Mammutaufgabe. Sie verlangt zuallererst den Willen zur Abkehr von einer über Jahrzehnte eingefahrenen Verkehrs- und Stadtplanung, die den Autoverkehr in den Mittelpunkt stellte. Deshalb sollten endlich alle Landkreise und weitere Städte in M-V dem Verein ‚AGFK MV – Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen Mecklenburg-Vorpommern e. V.‘ beitreten.

Ein Fahrradland Deutschland braucht ein hohes Fördervolumen und verlässliche Planungssicherheit, die nur mit einer Verstetigung von Förderung durch Bund und Länder zu erreichen ist. Zudem braucht es aufeinander abgestimmte Radwegekonzepte, die überregionale, regionale und kommunale Belange berücksichtigen und diese zu einem landesweiten Netz zusammenführt. Koordinierung und Netzwerkarbeit geht auch nur mit einer personellen Stärkung und einem eigenen Ressort für Radverkehr im Fachministerium. Der kommende Landeshaushalt muss ab 2022 deshalb auch die Personaldecke für den Radverkehr stärken. Wir brauchen insgesamt mehr Power für das Fahrrad.“

Nachrichtenquelle: Read More