DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Mit Beschäftigten der DRK Krankenhäuser weiterverhandeln

Zur verfahrenen Situation in der Auseinandersetzung um einen Tarifvertrag für das nichtärztliche Personal an den DRK Krankenhäusern in Grimmen und Grevesmühlen erklären gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, und der gesundheitspolitische Sprecher Torsten Koplin:

Foerster: „Die zuständige Gewerkschaft ver.di hat die Geschäftsführung vor Monaten zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. Nach einem Auftakttermin zur Erläuterung der Forderungen haben keine weiteren Gespräche stattgefunden. Daraufhin gab es erste Warnstreiks der Beschäftigten, die auf diesem Wege ihren Willen, eine tarifliche Regelung notfalls auch mit Arbeitskampfmaßnahmen zu erzwingen, bekundet haben. Da der Prozess ins Stocken geraten ist, haben sich die Beschäftigten auch an unsere Fraktion gewandt. Die in einem Treffen mit Mitgliedern der Tarifkommission klar zum Ausdruck gebrachte Erwartungshaltung war, dass es insbesondere unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Anforderungen nicht bei freundlichem Applaus bleiben darf. Darüber hinaus sei es an der Zeit, dem nichtärztlichen Personal das gleiche Recht zuzugestehen wie dem ärztlichen. Für letzteres gibt es einen Tarifvertrag mit dem Marburger Bund.“

Koplin: „Wir haben die Geschäftsführung der DRK Krankenhäuser aufgefordert, möglichst rasch an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Es liegt in der Natur der Sache, dass Positionen gerade zu Beginn von Tarifverhandlungen auseinanderliegen, erst recht, wenn erstmals ein Tarifvertrag gefordert wird. Ziel sollte es sein, sich im weiteren Verlauf anzunähern und sich am Ende auf einen tragfähigen Kompromiss zu verständigen. Aus unserer Sicht ist es völlig unangebracht, den nachvollziehbaren Wunsch der Beschäftigten nach einer tariflichen Einigung mit Gedankenspielen zur Ausgliederung von Unternehmensbereichen zu beantworten. Nach unserer Kenntnis gehören die DRK Krankenhäuser hinsichtlich der Leistung und der wirtschaftlichen Daten zu den robusten Gesundheitsunternehmen in M-V.“

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